Unhaltbare Zustände

Roman

Eine berührende Geschichte über einen Mann, der sich in einer sich verändernden Welt zurechtfinden muss.

Es ist das Jahr 1968, und die Welt des Schaufensterdekorateurs Stettler beginnt zu bröckeln. Jahrzehntelang lebt und arbeitet er nun schon für das alteingesessene Kaufhaus Quatre Saisons, als ihm überraschend ein jüngerer Kollege zur Seite gestellt wird – ein Rivale, ein avisierter Nachfolger, ein Feind! Stettler ist entsetzt. Die jungen Leute tragen Bluejeans und wissen nicht mehr, was sich gehört. Am Münsterturm in Bern hängt auf einmal eine Vietcong-Fahne.

Immer mehr fühlt er sich bedroht, spioniert dem Rivalen sogar nach, sinnt auf Rache. Allein mit einer von ihm bewunderten Radiopianistin, Lotte Zerbst, wechselt er Briefe und fühlt sich nicht so verloren. Er hofft sogar auf eine Begegnung … In Unhaltbare Zustände erzählt Alain Claude Sulzer einfühlsam und mit feiner Ironie die Geschichte eines Mannes, der aus den Fugen gerät, weil er sich zur falschen Zeit am falschen Ort befindet. Ein bewegender Roman über das Älterwerden und die Einsamkeit.

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Fein, fast altmodisch, sehr genau und hinreißend erzählt.

Elke Heidenreich,
WDR 4, 27. September 2019

Alain Claude Sulzer ist ein kluger, feinfühliger und bisweilen schalkhafter Roman gelungen, der sichtbar macht, was der Wandel für den Einzelnen bedeuten kann – damals wie heute.

Felix Münger,
Radio SRF 2 Kultur 52 beste Bücher, 25. August 2019

Sulzer erzählt ohne falsches Mitleid, dafür mit echter Sympathie. Mit einer Anteilnahme, in der sanft Ironie vibriert. (...) Der bislang beste Roman von Alain Claude Sulzer. Er ist bis ins Kleinste durchkomponiert. Er verkündet keine Moral, sondern ist von sich aus moralisch, indem er Kleines groß macht. Er stemmt sich gegen den Mainstream des Neumodischen. Ein Reaktionär ist er nicht.

Christine Richard,
Basler Zeitung

Sulzer bändigt [die Vergangenheit] in einem Stil und einer Dramaturgie, die sich an das klassische Erzählmodell des 19. Jahrhunderts halten. So bekommt sein neuer Roman, in dessen konservativer Eigengesetzlichkeit alles ‘stimmt’, den Nimbus von etwas Überzeitlichem und Parabelhaftem.

Martin Grzimek,
Deutschlandfunk

Es ist eine Prosa mit Patina, und sie passt seinem Helden wie der geliebte Mantel, der durch jahrelangen Gebrauch fadenscheinig geworden ist. Sie schreitet im gemächlichen Schritt voran, nur in wenigen Szenen zum Trab beschleunigt. Rhythmus und Vokabular verhalten sich kongenial zu diesem Helden. (...) “Unhaltbare Zustände” ist die perfekte Rekonstruktion eines Denkens und Fühlens, das wir uns kaum mehr vorstellen können, obwohl gerade 50 Jahre vergangen sind.

Martin Ebel,
Tages-Anzeiger, Schweiz

Das Buch erzählt davon, wie eine Welt auseinanderbricht. Das fährt den Menschen umso mehr in die Knochen, als es eine Welt betrifft, die seit Menschengedenken war, wie sie gerade noch ist – und gleich nicht mehr sein wird. (...) Diesen Kippeffekt lässt Sulzer seine Leser an sich selber spüren: Sie erkennen sich selbst in der Sprache und in der Denkungsart des Romans – und werden brachial aus dieser schönen Behaglichkeit hinausgeworfen.

Roman Bucheli,
NZZ

Sulzers Roman ist gescheit und feinfühlig, präzise in der Sprache und wunderbar erzählt.

Ruth von Gunten,
Schweizer Revue. Die Zeitschrift für Auslandschweizer, 01. November 2019
  • Verlag: KiWi-Taschenbuch
  • Erscheinungstermin: 06.05.2021
  • Lieferstatus: Lieferzeit innerhalb von 14 Tagen
  • ISBN: 978-3-462-00145-7
  • 272 Seiten
  • Autor: Alain Claude Sulzer
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Unhaltbare Zustände
Alain Claude Sulzer Unhaltbare Zustände
  • Fein, fast altmodisch, sehr genau und hinreißend erzählt.

    Elke Heidenreich, WDR 4, 27. September 2019
  • Alain Claude Sulzer ist ein kluger, feinfühliger und bisweilen schalkhafter Roman gelungen, der sichtbar macht, was der Wandel für den Einzelnen bedeuten kann – damals wie heute.

    Felix Münger, Radio SRF 2 Kultur 52 beste Bücher, 25. August 2019
  • Sulzer erzählt ohne falsches Mitleid, dafür mit echter Sympathie. Mit einer Anteilnahme, in der sanft Ironie vibriert. (...) Der bislang beste Roman von Alain Claude Sulzer. Er ist bis ins Kleinste durchkomponiert. Er verkündet keine Moral, sondern ist von sich aus moralisch, indem er Kleines groß macht. Er stemmt sich gegen den Mainstream des Neumodischen. Ein Reaktionär ist er nicht.

    Christine Richard, Basler Zeitung
  • Sulzer bändigt [die Vergangenheit] in einem Stil und einer Dramaturgie, die sich an das klassische Erzählmodell des 19. Jahrhunderts halten. So bekommt sein neuer Roman, in dessen konservativer Eigengesetzlichkeit alles ‘stimmt’, den Nimbus von etwas Überzeitlichem und Parabelhaftem.

    Martin Grzimek, Deutschlandfunk
  • Es ist eine Prosa mit Patina, und sie passt seinem Helden wie der geliebte Mantel, der durch jahrelangen Gebrauch fadenscheinig geworden ist. Sie schreitet im gemächlichen Schritt voran, nur in wenigen Szenen zum Trab beschleunigt. Rhythmus und Vokabular verhalten sich kongenial zu diesem Helden. (...) “Unhaltbare Zustände” ist die perfekte Rekonstruktion eines Denkens und Fühlens, das wir uns kaum mehr vorstellen können, obwohl gerade 50 Jahre vergangen sind.

    Martin Ebel, Tages-Anzeiger, Schweiz
  • Das Buch erzählt davon, wie eine Welt auseinanderbricht. Das fährt den Menschen umso mehr in die Knochen, als es eine Welt betrifft, die seit Menschengedenken war, wie sie gerade noch ist – und gleich nicht mehr sein wird. (...) Diesen Kippeffekt lässt Sulzer seine Leser an sich selber spüren: Sie erkennen sich selbst in der Sprache und in der Denkungsart des Romans – und werden brachial aus dieser schönen Behaglichkeit hinausgeworfen.

    Roman Bucheli, NZZ
  • Sulzers Roman ist gescheit und feinfühlig, präzise in der Sprache und wunderbar erzählt.

    Ruth von Gunten, Schweizer Revue. Die Zeitschrift für Auslandschweizer, 01. November 2019

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