Der Mensch ist ein absurdes Tier. Ferdinando Galiani

Liebestölpel

Über den tollpatschigen Versuch, mit der Liebe klarzukommen

»Die Liebe, ach Junge, besser du lässt die Finger davon«, hatte sein Opa ihn gewarnt, da war er gerade vierzehn. Und konnte noch nicht wissen, dass er tatsächlich gerade kurz davor stand, seine erste amouröse Bruchlandung hinzulegen: Seine Kindheitsfreundin Lucretia, mit der er seit seinem dritten Lebensjahr fast jede Minute verbrachte, wird sich bald darauf lieber mit dem Fleischergesellen statt mit ihm treffen. Ja schlimmer noch, von einem Tag auf den anderen wird sie einfach verschwinden …

Ein umwerfender Roman über Lebenslieben und -lügen, Familiensehnsucht und -flucht. Und über das Festhalten und Verschwinden. Erzählt in einer musikalisch-bildreichen Sprache, wie es nur Peter Wawerzinek kann.

Beim virtuosen Erzähler Peter Wawerzinek geht es immer wieder um alles. ... Zu erleben, wie dessen sich stets neu erfindende Wortkunst immer wieder über das Unsagbare triumphiert, hinterlässt großes Staunen.  Björn Hayer, Spiegel Online
Ein sehr unterhaltsames Buch, dem man sein Gewicht nicht anmerkt.  Matthias Schmidt, MDR Kultur
NDR Buch des Monats Oktober
Best
seller
Als die Musik in Deutschland spielte
Reise in die Bachzeit

Eine anregende, kurzweilige und kundige Zeitreise ins Barock mit Bestsellerautor Bruno Preisendörfer.

Wie die Familie Bach im Alltag lebte, Händel sich kurieren ließ und Telemann sein Geld anlegte:
Wir tauchen ein in den Alltag der Leute, erfahren von ihren Freuden und Lastern. Beinahe alle großen Themen des Lebens finden sich in diesem Buch – wie wurden etwa Ehen angebahnt, wer durfte überhaupt wen heiraten und wie hielt man es mit der Kindererziehung? Auch die neuesten Moden und Erfindungen der Zeit kommen nicht zu kurz: Gebratene Singvögel zum Abendessen, Blumenzwiebeln als Spekulationsobjekte, Tabak für die Männer, Kaffee für die Frauen, Tanz, Bier und Schnupftabak für alle. Und immer spielt die Musik …

Ein Buch, bei dem es nicht nur um die virtuosen Meister des Barock, mächtig tönende Orgeln oder konkurrierende Hofkapellen geht. Auf den Strassen, in den Kaffeehäusern, bei Hofe wie auf dem Land oder in den Kirchen pulsierte das pralle Leben in all seinen Facetten. Und die präsentiert Preisendörfer umfangreich und durchaus anspruchsvoll. Absolut lesenswert! Susanne Pütz, SWR2
Ein grandioses, brillant geschriebenes und originell gedachtes Panorama dieser Epoche. ... Unterhaltsam, mitunter sogar in bestem Sinne und auf höchstem Niveau gewitzt geschrieben.  Andreas Göbel, rbb Kulturradio
Platz 46 der SPIEGEL-Bestsellerliste
Die Erfindung des Nordens
Kulturgeschichte einer Himmelsrichtung

Der Norden: Mythos und Sehnsuchtsort. Bernd Brunner erkundet die Kulturgeschichte einer Himmelsrichtung.

Für die einen eisgefrorenes Niemandsland voll kampflustiger Wikinger, für die anderen Wiege der Zivilisation: Der Norden war schon immer Projektionsfläche für allerlei Fantasien. Bernd Brunner beleuchtet, wie sich das Bild des Nordens über die Jahrhunderte gewandelt hat.

Bernd Brunner unternimmt einen faszinierenden Streifzug durch Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Was er dabei zusammenträgt, reicht von den Wikingern bis zu IKEA und von Eiszeitrelikten bis zu schmelzenden Gletschern, wirft einen spannenden Blick auf wagemutige Forschungsexpeditionen wie auf allerlei bizarre Auswüchse – und verändert damit nicht nur den Blick nach Norden, sondern den Blick auf die Welt.

Profund recherchiert und glänzend geschrieben. Eine herrliche Fundgrube. Eine 300-seitige sehr vielfältige und sehr anregende Reise durch den hohen Norden. Katharina Borchardt, SWR2
Ein Reisebuch, ein Stöberbuch, ein Buch, das dazu verführt, selbst auf literarische, auf wissenschaftliche Spurensuche zu gehen. Martina Boette-Sonner, BR

Die Puppe im Grase
Norwegische Märchen

Das neue Werk aus Kat Menschiks Reihe der Lieblingsbücher: Eine Welt jenseits des Alltages wartet darauf, neu entdeckt zu werden.

Die Seele eines Landes ist fest verankert in den Geschichten, die sich seine Bewohner über Generationen hinweg erzählten. Sie erweckten mit ihren Erzählungen eine phantastische und zugleich raue Welt zum Leben, die einerseits geprägt war von Moral und Sittenlehre und andererseits von Sehnsüchten und den Träumen der einfachen Menschen. Nördlich des Skagerraks entstand dabei ein Universum, mystisch, makaber, faszinierend und so reich an sprachgewaltigen Bildern, dass sie auch heute noch Lesende sofort in ihren Bann zu ziehen vermögen.

In diesem Werk gestaltet Kat Menschik für eine Auswahl ihrer Lieblingsmärchen einzigartige, wunderschöne Illustrationen. So entsteht eine Reise in die unweite Vergangenheit, die die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion für einen Augenblick aufhebt und den Leser Teil der Sagen eines entfernten und doch so nah wirkenden zauberhaften Kosmos sein lässt.

»Die besten Märchen, die es gibt.« Jacob Grimm

Es ist immer dasselbe mit Büchern, die Kat Menschik illustriert hat: Überwältigt von Strich, Schwung und Farben vergisst man bisweilen, dass man auch lesen wollte.  Welt am Sonntag
Mädchen, Monster und Fabelwesen: Der Stoff, aus dem Märchen gestrickt sind. In plakativem Blau und Rot zeichnet Kat Menschik 'Die Puppe im Grase' - liebevoll gestaltet.  3sat Kulturzeit

Wohin wir gehen

Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat.

Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr Oben und Unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt.

Fontane-Preis 2019

Ein zartes, liebevolles Buch über Freundschaft, ein Buch über Heimat und Entwurzelung und eine Hommage an die Kraft und den Zauber des Erzählens. Nicola Steiner, SRF Kultur
Der Autorin gelingt es, ihre Figuren in wenigen Strichen sehr pointiert zu charakterisieren. ... Dass es hier um die großen existenziellen Fragen geht, registriert man gegen Schluss wie überrumpelt.  Helmut Böttiger, Deutschlandfunk Kultur

Best
seller
Fräulein Nettes kurzer Sommer
Roman

Fräulein Nette ist eine Nervensäge! Dreiundzwanzig Jahre alt, heftig, störrisch und vorlaut, ist sie das schwarze Schaf, das nicht in die Herde ihrer adligen Verwandten passen will. Während ihre Tanten und Cousinen brav am Kamin sitzen und sticken, zieht sie mit einem Berghammer bewaffnet in die Mergelgruben, um nach Mineralien zu stöbern. Die Säume ihrer Kleider sind im Grunde immer verschmutzt! Das Schlimmste aber ist ihre scharfe Zunge. Wenn die Künstlerfreunde ihres Onkels August nach Bökerhof kommen, über Kunst und Politik sprechen, mischt sie sich ungefragt ein. Wilhelm Grimm bekommt bereits Panik, wenn er sie nur sieht …

Carl-Amery-Preis 2019
Düsseldorfer Literaturpreis 2019
Solothurner Literaturpreis 2019

Ein toller Roman, weil er gleichzeitig zart und sarkastisch ist, weil er mitfühlend und lakonisch ist. (…) Duve erzählt mit großer Lust und Leidenschaft. Thea Dorn im Literarischen Quartett
Der unterhaltsamste und erhellendste historische Roman seit langem – eine Vermessung der Welt um 1815 aus der Perspektive einer Frau.
 Thomas Böhm, radioeins
SPIEGEL-Bestseller
Der Oboist des Königs
Das abenteuerliche Leben des Johann Jacob Bach

Von Leipzig bis in die Harems Konstantinopels: Ein opulenter historischer Roman über die Welt und Weltpolitik des Barock und das abenteuerliche Leben des Johann Jacob Bach, Oboist des Königs von Schweden und älterer Bruder von Johann Sebastian Bach.

Der frühe Tod der Eltern lässt Johann Jacob Bach mit seinem jungen genialischen Bruder Johann Sebastian als Waisen zurück. Gemeinsam wachsen sie auf und werden zusammen ausgebildet. Schneller noch als alle anderen der weitverzweigten Musikerfamilie Bach sichert sich Johann Sebastian eine einträgliche Kantorenstelle – Johann Jacob dagegen schert aus: Er zieht als wandernder Musikant durch die Lande, trifft Händel, Telemann und andere, wird Mitglied des Collegium Musicum in Leipzig. Bis ihn die weltpolitischen Umwälzungen erfassen, die damals ganz Europa erschüttern: Der tollkühne schwedische Abenteurerkönig Karl XII. erobert große Teile Mitteleuropas. Auch Sachsen ist besetzt – und durch eine Fügung des Schicksals verschlägt es Johann Jacob als Regimentsmusiker in dessen Leibgarde.

So gerät er mit auf dessen Russlandfeldzug, der nach sagenhaften Anfangserfolgen in russischen Weiten und Wintern scheitert und in der verheerenden Schlacht bei Poltawa endet, bei der die ausgehungerte schwedische Armee fast vollständig vernichtet wird und der verletzte König Karl und seine Leibgarde sich nur mit Müh und Not retten können – in die Türkei, wo der macht- und mittellose Karl auf Vergeltung sinnt und seine Depressionen mit Musik zu heilen sucht; und wo der Musiker Johann Jacob Bach neue musikalische Welten entdeckt.

Ein großes, kluges, mutiges Buch. Jan Brachmann, FAZ
Ein brillanter historischer Roman, den man getrost mit Namen wie Stefan Zweig oder Lion Feuchtwanger vergleichen darf. Ulf Heise, MDR Kultur

Was dann nachher so schön fliegt
Roman

Ruhrgebiet, Mitte der Achtziger: Volker Winterberg arbeitet als Zivi im Seniorenheim und träumt davon, ein berühmter Dichter zu werden. Aber vorläufig muss er noch frühmorgens seine Alten für den Tag vorbereiten. Die übrige Zeit verbringt er trinkend, rauchend und schreibend in Kneipen, die Nächte öfter in fremden Betten.

Dann gewinnt er die Teilnahme an einem Treffen für Nachwuchsschriftsteller in West-Berlin. In der geteilten Stadt lernt er Heiner Müller kennen, den jungen, eigentümlichen Dichter Thomas und vor allem Katja, die mit Volker Ausflüge an die Mauer macht und ihm nach seiner Rückkehr Liebesbriefe schreibt. Als Volker ein zweites Mal nach Berlin reist, beginnt ein turbulentes Abenteuer mit Katja und eine verwickelte Odyssee durch das alte West-Berlin.

4:0 im Literarischen Quartett

Ein Roman (...), der 'das Leben' selbst feiert und erzählt. Jede Einzelepisode erscheint für sich genommen wie ein kleiner Lebensroman und jedes Einzelbild in seiner exquisiten Schönheit wie zum Rahmen gemacht. Peter Henning, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Ein Glücksfall. Ein Coming-Of-Age-Roman, ein literarisches Roadmovie, das uns mitten ins Sprachland führt und dort ebenso kunstvolle wie andauernde Verbeugungen vor der Schönheit des Wortes vollzieht. (...) Schwer zu sagen, was der schönste Satz in diesem Buch ist. Jochen Overbeck, Spiegel Online

Der Turm der blauen Pferde
Kriminalroman

Ein packender Krimi um eines der legendärsten verschollenen Gemälde der Kunstgeschichte. Der Start einer neuen Reihe von Krimipreisträger Bernhard Jaumann.

Zwei Jungs entdecken in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in einem verlassenen Tunnel einen Zug, randvoll mit Kunstschätzen. Vor allem das Gemälde mit den geheimnisvollen blauen Pferden fasziniert sie – doch dann kommt es zur Katastrophe. Und Franz Marcs “Der Turm der blauen Pferde” verschwindet für immer. Oder …? 


Sprung in die Gegenwart: Die Münchner Kunstdetektei von Schleewitz erhält einen neuen Auftrag. Marcs legendäres Gemälde, von den Nazis zur “entarteten Kunst” erklärt und anschließend in Görings Privatbesitz gewandert, soll wieder aufgetaucht sein. Ein steinreicher, kunstsammelnder Industrieller behauptet, das Bild auf verschlungenen Wegen von einem Unbekannten gekauft zu haben. Handelt es sich wirklich um das Original? Es wäre eine Weltsensation.


Das Team der Detektei beginnt zu ermitteln. Schnell geraten die drei Detektive in ein Gewirr aus Fälschungen, mysteriösen Todesfällen und einem hollywoodreifen Kunstdiebstahl. Und plötzlich scheint es ein halbes Dutzend Exemplare des Turms der blauen Pferde zu geben. Welches ist das echte Gemälde? Oder ist das Original vielleicht gar nicht dabei? Die Grenzen zwischen Authentizität und perfektem Imitat verschwimmen …

Auf der Longlist für den Crime-Cologne-Award 2019

Ein ver­wirrend-komplexes Puzzle um Original und Fälschung, satirische Seitenhiebe auf den Kunstbetrieb inklusive. Absolut lesenswert.  Volker Albers, Hamburger Abendblatt
Wie schreibt man einen Kriminalroman, in dem es um eines der berühmtesten Gemälde geht, das bis heute als verschollen gilt? Bernhard Jaumann hat sich das zugetraut; um es gleich zu sagen, mit einer verblüffenden Volte am Ende. Er setzt dafür gekonnt den Kunstmarkt, dessen Klischees, Reflexe und Personal ein. Rose-Maria Gropp, FAZ