Der Mensch ist ein absurdes Tier. Ferdinando Galiani

Best
seller
Fräulein Nettes kurzer Sommer
Roman

Fräulein Nette ist eine Nervensäge! Dreiundzwanzig Jahre alt, heftig, störrisch und vorlaut, ist sie das schwarze Schaf, das nicht in die Herde ihrer adligen Verwandten passen will. Während ihre Tanten und Cousinen brav am Kamin sitzen und sticken, zieht sie mit einem Berghammer bewaffnet in die Mergelgruben, um nach Mineralien zu stöbern. Die Säume ihrer Kleider sind im Grunde immer verschmutzt! Das Schlimmste aber ist ihre scharfe Zunge. Wenn die Künstlerfreunde ihres Onkels August nach Bökerhof kommen, über Kunst und Politik sprechen, mischt sie sich ungefragt ein. Wilhelm Grimm bekommt bereits Panik, wenn er sie nur sieht.

Ein Enfant terrible ist sie, wohl aber nicht für alle. Heinrich Straube, genialischer Mittelpunkt der Göttinger Poetengilde, fühlt sich jedenfalls sehr hingezogen zu der Nichte seines besten Freundes. Seine Annäherungsversuche im Treibhaus der Familie bleiben durchaus nicht unerwidert. Allerdings ist er nicht der einzige. Was folgt ist eine Liebeskatastrophe mit familiärem Flächenbrand.

Ein toller Roman, weil er gleichzeitig zart und sarkastisch ist, weil er mitfühlend und lakonisch ist. (…) Duve erzählt mit großer Lust und Leidenschaft. Thea Dorn im Literarischen Quartett
Der unterhaltsamste und erhellendste historische Roman seit langem – eine Vermessung der Welt um 1815 aus der Perspektive einer Frau.
 Thomas Böhm, radioeins
SPIEGEL-Bestseller
Was dann nachher so schön fliegt
Roman

Ruhrgebiet, Mitte der Achtziger: Volker Winterberg arbeitet als Zivi im Seniorenheim und träumt davon, ein berühmter Dichter zu werden. Aber vorläufig muss er noch frühmorgens seine Alten für den Tag vorbereiten. Die übrige Zeit verbringt er trinkend, rauchend und schreibend in Kneipen, die Nächte öfter in fremden Betten.

Dann gewinnt er die Teilnahme an einem Treffen für Nachwuchsschriftsteller in West-Berlin. In der geteilten Stadt lernt er Heiner Müller kennen, den jungen, eigentümlichen Dichter Thomas und vor allem Katja, die mit Volker Ausflüge an die Mauer macht und ihm nach seiner Rückkehr Liebesbriefe schreibt. Als Volker ein zweites Mal nach Berlin reist, beginnt ein turbulentes Abenteuer mit Katja und eine verwickelte Odyssee durch das alte West-Berlin.

Ein Roman (...), der 'das Leben' selbst feiert und erzählt. Jede Einzelepisode erscheint für sich genommen wie ein kleiner Lebensroman und jedes Einzelbild in seiner exquisiten Schönheit wie zum Rahmen gemacht. Peter Henning, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Ein Glücksfall. Ein Coming-Of-Age-Roman, ein literarisches Roadmovie, das uns mitten ins Sprachland führt und dort ebenso kunstvolle wie andauernde Verbeugungen vor der Schönheit des Wortes vollzieht. (...) Schwer zu sagen, was der schönste Satz in diesem Buch ist. Jochen Overbeck, Spiegel Online

Georg Brunold (Hrsg.)
Handbuch der Menschenkenntnis
Mutmaßungen aus 2500 Jahren

Das Handbuch der Menschenkenntnis versammelt Mutmaßungen und Erkenntnisse über das Wesen des Menschen und sein Verhalten aus 2500 Jahren, von Homer bis zu modernen Verhaltensforschern wie Robert Sapolsky, vom chinesischen Strategen Meister Sun Tsu bis zu Glücksforschern wie Daniel Goleman.

Von der Viersäftelehre, Charakterkunde und Physiognomik zur Persönlichkeitsforschung, von den Anfängen der Weltliteratur bis heute führt Georg Brunolds Streifzug durch die Menschenkunde, in der man nicht nur Erstaunliches über seine Mitmenschen kennenlernt, sondern auch Hochpraktisches über den Umgang mit ihnen und sich selbst.

So umfangreich das Buch ist, so vielfältig sind die Texte, die Brunold zusammengetragen hat. (...) Das 'Handbuch der Menschenkenntnis' zeigt, dass man sich seit Menschengedenken bemüht, Menschen und Gesellschaften zu verstehen, zu verändern, vielleicht auch zu manipulieren. Es zeigt aber auch, dass es keine Patentrezepte gibt.  Alice Henkes, SRF

Die weiße Garde
Roman

Bulgakows großer Roman über den ukrainischen Bürgerkrieg und die Wirren der russischen Revolution – ein Meisterwerk der Moderne neu übersetzt von Alexander Nitzberg. Nach Meister und Margarita, Das hündische Herz und Die verfluchten Eier hat Nitzberg nun endlich auch Bulgakows großen Zeitroman ins Deutsche übertragen.

Die weiße Garde besticht jedoch nicht durch das Skurrile, das Satirische, sondern überzeugt mit brutalem Realismus und radikal modernem Stil. Ein großes Sprachkunstwerk, das in Nitzbergs Übersetzung zu einem völlig neuen Erlebnis wird.

So aufregend geschrieben, dass man sich wünscht, während des Lesens keinen Hunger, keinen Durst und überhaupt kein Leben mehr zu haben. Anna Prizkau, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Es tut sich ein literarisiertes Welt- und Zeitbild auf, das sicher keinen interessierten Leser kaltlassen wird.  Andreas Puff-Trojan, ORF Ö1
Platz 5 der ORF-Bestenliste Dezember
Der Idiot des 21. Jahrhunderts
Ein Divan

Orient und Okzident, Einwanderer, Auswanderer, Aussteiger, Islam, Christentum, Kapitalismus und die Suche nach dem Glück: Michael Kleeberg erzählt Geschichten und Schicksale in einer globalisierten Welt. In einem kaleidoskopischen Roman begibt sich Kleeberg zu den Wurzeln verschiedener Kulturen.

Sein Buch spielt in Deutschland, Iran, im Libanon und im Reich der Mythen; Kleeberg verarbeitet Motive östlicher und westlicher Kultur und mischt verschiedene Erzählperspektiven und Genres, Erzählung, Dialog, Essay und Parabel zu einem großen multiperspektivischen Ganzen, das den Suchbewegungen und Unsicherheiten der Gegenwart gerecht wird. Kein Buch der Gewissheiten, ein Buch der Suche.

Das literarische Meisterwerk des Jahres für mich! Ein west-östlicher Divan in goethischer Prägung. Eine Sammlung von Geschichten aus Okzident und Orient, die ein gewaltiges Panorama der globalisierten Welt bilden. In einer Vielfalt von Stilen erzählt – atemberaubend. Joachim Scholl, Deutschlandfunk Kultur

Klaus-Jürgen Liedtke (Hrsg.)
Die Ostsee
Berichte und Geschichten aus 2000 Jahren

Das große literarische Standardwerk zur Ostsee: 128 Texte aus 2000 Jahren über Städte und Inseln, Reisen, Handel, Kriege, Liebe und Leben am und auf dem Meer.

Autorinnen und Autoren aus 2000 Jahren erzählen und berichten von Reisen an Land und übers Meer, von Hansestädten und Dünenlandschaften, Geschichten und Geschichte, Schlachten und Schicksalen, florierendem Handel und Strandspaziergängen. Ein einzigartiges Buchprojekt über die Ostsee und alle angrenzenden Länder.

Kanonische Texte der Weltliteratur und Beiträge unbekannterer Stimmen. Erzählungen, Gedichte, Romanauszüge, Briefe und Tagebucheinträge. Über Vergangenes und Gegenwärtiges, über wahre Begebenheiten und erfundene, von großen Taten und kleinen Momenten, von Fundstücken und regem Treiben.

Ein Mammutwerk: zweiheinhalb Kilo geballte Literatur - und der Versuch, Kulturen zueinander zu bringen. Es sind Geschichten, Reiseberichte, Gedichte über Menschen, Städte, Kriege und Liebe. Alltägliches und Abenteuerliches. Kurzum: Dieses Buch ist für Entdecker geschrieben.  Anja Umland, NDR

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Der Turm der blauen Pferde
Kriminalroman

Ein packender Krimi um eines der legendärsten verschollenen Gemälde der Kunstgeschichte: Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc. Der Start einer neuen Reihe von Krimipreisträger Bernhard Jaumann. Auf der Jagd nach Mördern, Fälschern und verschollenen Meisterwerken begibt sich die Münchner Kunstdetektei von Schleewitz auf Spurensuche.

Zwei Jungs entdecken in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in einem verlassenen Tunnel einen Zug, randvoll mit Kunstschätzen. Vor allem das Gemälde mit den geheimnisvollen blauen Pferden fasziniert sie – doch dann kommt es zur Katastrophe. Und Franz Marcs Meisterwerk verschwindet für immer. Oder …?

Sprung in die Gegenwart: Die Münchner Kunstdetektei von Schleewitz erhält einen neuen Auftrag. Marcs Gemälde, von den Nazis zur »entarteten Kunst« erklärt, soll wieder aufgetaucht sein. Ein kunstsammelnder Industrieller behauptet, das Bild auf verschlungenen Wegen gekauft zu haben. Handelt es sich wirklich um das Original? Es wäre eine Weltsensation.

Das Team der Detektei beginnt zu ermitteln. Schnell geraten die drei Detektive in ein Gewirr aus Fälschungen, mysteriösen Todesfällen und einem hollywoodreifen Kunstdiebstahl. Und plötzlich scheint es ein halbes Dutzend Exemplare des Turms der blauen Pferde zu geben. Welches ist das echte Gemälde? Oder ist das Original vielleicht gar nicht dabei? Die Grenzen zwischen Authentizität und perfektem Imitat verschwimmen …

Ein faszinierendes Spiel um Wahrheit und Illusion, Original und Fälschung und die Bedeutung moderner Malerei. Andrea Döring, Die Rheinpfalz

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Die Unscheinbaren

Es ist der Schockmoment seines Lebens: An einem kalten Wintertag im Jahre 1965 muss der achtzehnjährige Martin Schmidt in Gegenwart seiner Großmutter miterleben, wie die Stasi seine Eltern verhaftet: Seit vielen Jahren hatten diese – vor allem auf Betreiben seiner manipulativen Mutter – für den BND spioniert. Das Leben im sozialistischen Deutschland wird für Martin daraufhin zum Spießrutenlauf: Von seinen Mitschülern wird er geschnitten und verprügelt, beim Einkauf verhöhnt, die Nachbarn wechseln vor dem »Verräterkind« die Straßenseite. Die Großmutter verkraftet die Schande nicht und stirbt bald darauf. Als seine Mutter Jahre später freikommt, folgt er ihr in den Westen – zurücklassen muss er dafür Angelika, die große Liebe seines Lebens …

Jahrzehnte später holen ihn diese traumatischen Ereignisse wieder ein: Er ist inzwischen gestandener Tierarzt in Bayern, frisch verwitwet. Historiker bitten ihn, seine Geschichte zu erzählen – er stimmt zu, auch um damit einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen. Als er dies bei einem Besuch im Altenheim seiner Mutter eröffnet, erzählt sie im Gegenzug, dass Angelika bei ihr angerufen und sich nach ihm erkundigt habe – allerdings schon vor Jahren; als seine Frau noch lebte, wollte sie es ihm nicht mitteilen. Für Martin beginnt eine Reise zurück zu den Wurzeln. Er kontaktiert Angelika, stößt in Akten auf Widersprüche und Ungereimtheiten, taucht ein in die Welt der Geheimdienste und toten Briefkästen. Und er findet dabei nicht nur zur Geliebten seiner Jugendjahre zurück – er stößt auch auf schockierende Informationen darüber, wer damals die Eltern verraten hatte und wer davon alles profitierte.

Ein packender und berührender Roman. Felix Münger, SRF Kultur, 52 beste Bücher

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Wohin wir gehen

Peggy Mädlers Roman über zwei Freundinnen, von denen die eine gelernt hat, dass es immer etwas zu verlieren gibt, und die andere, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine Geschichte über das Älterwerden und Abschiednehmen, über Neuanfänge und das Immer-wieder-Weitermachen.

Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr Oben und Unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt.

Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, zwischen den Familien und den Generationen, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.

Der Autorin gelingt es, ihre Figuren in wenigen Strichen sehr pointiert zu charakterisieren. ... Dass es hier um die großen existenziellen Fragen geht, registriert man gegen Schluss wie überrumpelt.  Helmut Böttiger, Deutschlandfunk Kultur
Die Tonlage des Romans changiert zwischen feiner Melancholie und der Hoffnung, dass es sich lohnt, die Bruchstücke unseres Lebens zu einem sinnvollen Ganzen zu ordnen. Vogue

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Essen essen
(mehr ist mehr!)

Ein fröhlicheres, bunteres und unprätentiöseres Kochbuch hat es nie zuvor gegeben: Für alle, die gerade mit dem Kochen beginnen, die schon immer gerne gekocht haben und die sich gerne bekochen lassen. Mit Essen essen bringt Kat Menschik selbst die größten Küchenmuffel zum Kochen.

Kat Menschik, leidenschaftlicher Familienmensch mit großem Freundeskreis, war nicht immer eine begeisterte Köchin. Doch wenn man Jahrzehnte damit beschäftigt ist, seine Familie nicht nur satt zu bekommen oder auch mal mit kleinem Budget einen langen Tisch von Freunden verköstigen will, dann sammelt sich so einiges an Kochtricks, Rezepten für Lieblingsspeisen und kulinarischen Geheimnissen an. Und außerdem wird man unversehens eben doch zu einer enthusiastischen Köchin.

Essen essen ist ein Kochbuch der anderen Art: Kat Menschik drückt darin ihren Lesern den Kochlöffel in die Hand und nimmt sie mit auf eine unkonventionelle Reise durch ein ganzes Küchenjahr. Vom Neujahrs-Borschtsch, wie Kat Menschik ihn als Kater-Gegenmittel im Kapitänshaus in Ahrenshoop gelernt hat, über das Geheimrezept für die beste Tomatensauce der Welt, mit der man garantiert alle anderen Mütter und Väter aussticht, oder der Sommersuppe von Surfer-Freund Hunter bis zum georgischen Hühnchenrezept Schqmeruli von Kumpel Ladi – Kat Menschik erklärt nicht nur, wie man die Gerichte kocht, sie erzählt dazu herrlich inspirierende Miniaturen aus ihrem (Küchen-)Leben und bringt so selbst Kochmuffel an den Herd.

Das Beste dabei sind natürlich die wunderschönen Rezept-Illustrationen. Wenn Klassiker wie Königsberger Klopse oder Senfeier fröhlich in den Topf hüpfen oder die Himbeeren zum Hüfthockerkuchen locken, bekommt man ziemlich gute Laune – und einen unglaublichen Appetit!


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In Schnee und Eis
Die Himalaja-Expedition der Brüder Schlagintweit

Sie waren Entdeckungsreisende, Bergbezwinger, Sammler, Wissenschaftler und Abenteurer. Und sie hatten einen verdammt schlechten Ruf: die Brüder Schlagintweit. Mitte des 19. Jahrhunderts unternehmen die drei Münchner jene Reise, die Humboldt immer machen wollte: tief hinein in den Himalaja, um dort wissenschaftliche Daten zu erheben, die höchsten Pässe der Welt zu erklimmen – und Ruhm zu erlangen. Dafür setzen sie sogar ihr Leben aufs Spiel.

Nachdem die leidenschaftlichen Alpinisten noch knapp an der Erstbesteigung des höchsten Schweizer Gipfels gescheitert waren, werden sie zu Protegés Alexander von Humboldts und leiten eine Himalaja-Expedition der East India Company. Als erste Europäer stehen sie am Fuße des Nanga Parbat, erklimmen als erste Menschen überhaupt eine Höhe von 6.785 Metern und vermessen Land – und auch Menschen – mit großer Akribie. Dabei geraten sie in eine gefährliche Gemengelage aus geopolitischen und ökonomischen Interessen, Geltungssucht und Abenteuerlust. Verkleidet als Einheimische dringen sie in Gebiete vor, deren Betreten unter Todesstrafe steht – einer der Brüder bezahlt dafür mit dem Leben.

Was sie von der Expedition zurückbringen, ist beeindruckend: 14.777 Exponate in 510 Holzkisten, so viel Material, dass sie es nicht schaffen werden, es zu Lebzeiten auszuwerten. Ihre Forschungsergebnisse lösen in Fachkreisen allerdings kaum Begeisterung aus. Neidische Briten überziehen sie mit Spott und sprechen ihnen eines Fehlers wegen jegliche wissenschaftliche Seriosität ab. Und doch machen die Brüder weiter: Fast bis zum letzten Atemzug beschäftigen sie sich mit der Auswertung und Aufarbeitung des größten Abenteuers ihres Lebens.

Unter allen Dingen, zu denen ich mitgewirkt, ist Ihre Expedition nun eine der wichtigsten geblieben. Es wird mich dieselbe noch im Sterben erfreuen. Alexander von Humboldt vor dem Aufbruch der Brüder Schlagintweit

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Der Oboist des Königs
Das abenteuerliche Leben des Johann Jacob Bach

Von Leipzig bis in die Harems Konstantinopels: Ein opulenter historischer Roman über die Welt und Weltpolitik des Barock und das abenteuerliche Leben des Johann Jacob Bach, Oboist des Königs von Schweden und älterer Bruder von Johann Sebastian Bach.

Der frühe Tod der Eltern lässt Johann Jacob Bach mit seinem jungen genialischen Bruder Johann Sebastian als Waisen zurück. Gemeinsam wachsen sie auf und werden zusammen ausgebildet. Schneller noch als alle anderen der weitverzweigten Musikerfamilie Bach sichert sich Johann Sebastian eine einträgliche Kantorenstelle – Johann Jacob dagegen schert aus: Er zieht als wandernder Musikant durch die Lande, trifft Händel, Telemann und andere, wird Mitglied des Collegium Musicum in Leipzig. Bis ihn die weltpolitischen Umwälzungen erfassen, die damals ganz Europa erschüttern: Der tollkühne schwedische Abenteurerkönig Karl XII. erobert große Teile Mitteleuropas. Auch Sachsen ist besetzt – und durch eine Fügung des Schicksals verschlägt es Johann Jacob als Regimentsmusiker in dessen Leibgarde.

So gerät er mit auf dessen Russlandfeldzug, der nach sagenhaften Anfangserfolgen in russischen Weiten und Wintern scheitert und in der verheerenden Schlacht bei Poltawa endet, bei der die ausgehungerte schwedische Armee fast vollständig vernichtet wird und der verletzte König Karl und seine Leibgarde sich nur mit Müh und Not retten können – in die Türkei, wo der macht- und mittellose Karl auf Vergeltung sinnt und seine Depressionen mit Musik zu heilen sucht; und wo der Musiker Johann Jacob Bach neue musikalische Welten entdeckt.

Ab 7.3. im Handel