Unhaltbare Zustände Unhaltbare Zustände
Unhaltbare Zustände
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Unhaltbare Zustände

Vom Wagnis, gesehen zu werden.

Ein Roman über einen, der sich gegen den Wandel der Zeiten auflehnt und dabei ins Wanken gerät.

Zwei Tage sind sie hinter Papier versteckt, dann werden die sieben großen Schaufenster feierlich enthüllt – und lassen die Waren des alteingesessenen Quatre Saisons in neuem Glanz erstrahlen. Für diese Momente lebt und arbeitet Schaufensterdekorateur Stettler, und das schon mehrere Jahrzehnte. Nun, mit knapp sechzig, wird ihm überraschend ein jüngerer Kollege zur Seite gestellt – ein Rivale, ein avisierter Nachfolger, ein Feind!

Stettlers Welt beginnt zu bröckeln. Es ist das Jahr 1968, und es bröckelt auch sonst alles, die jungen Leute tragen Bluejeans und wissen nicht mehr, was sich gehört. Am Münsterturm hängt auf einmal eine Vietcong-Fahne. Stettler ist entsetzt. Immer mehr fühlt er sich bedroht, spioniert dem Rivalen sogar nach, sinnt auf Rache. Es ist auch ein zähes Ringen mit der Zeit und mit dem Alter, bei dem Stettler nur verlieren kann.

Allein mit einer von ihm bewunderten Radiopianistin, Lotte Zerbst, wechselt er Briefe und fühlt sich nicht so verloren. Er hofft sogar auf eine Begegnung …

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Erscheinungstermin: 22.08.2019

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  • Verlag: Galiani-Berlin, Kiepenheuer & Witsch eBook
  • Erscheinungstermin: 22.08.2019
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 272 Seiten
  • ISBN: 978-3-86971-194-2 (Gebundene Ausgabe)
  • ISBN: 978-3-462-32028-2 (E-Book)
Book Cover
Unhaltbare Zustände
  • Fein, fast altmodisch, sehr genau und hinreißend erzählt.

    WDR 4, 27. September 2019
  • Alain Claude Sulzer ist ein kluger, feinfühliger und bisweilen schalkhafter Roman gelungen, der sichtbar macht, was der Wandel für den Einzelnen bedeuten kann – damals wie heute.

    Radio SRF 2 Kultur 52 beste Bücher, 25. August 2019
  • Das ist eine Romanfigur, die man nicht so schnell vergisst; wunderbar, wie Sulzer dieses kleingehaltene und etwas mutlose Leben beschreibt und gegen die gnadenlos heranrollende Welt des Wandels und der vermeintlichen Modernität stellt, die sich ja selbst schon ihrer Kurzlebigkeit bewusst ist. Das Tolle ist, dass die Geschichte, selbst wenn das wahrlich kein literarischer Maßstab ist, grell in unsere Zeit hineinleuchtet. Irgendwie erleben wir vermutlich alle gerade, dass unsere Art, Schaufenster zu schmücken, ob in Büchern, Artikeln oder Essays, schon von neuen Bewegtbildern überholt wird. Wie auch immer: Alain Claude Sulzer ist ein fabelhaftes, elegantes und poetisches Buch gelungen.

    , 9. Dezember 2019
  • Sulzer erzählt ohne falsches Mitleid, dafür mit echter Sympathie. Mit einer Anteilnahme, in der sanft Ironie vibriert. (...) Der bislang beste Roman von Alain Claude Sulzer. Er ist bis ins Kleinste durchkomponiert. Er verkündet keine Moral, sondern ist von sich aus moralisch, indem er Kleines groß macht. Er stemmt sich gegen den Mainstream des Neumodischen. Ein Reaktionär ist er nicht.

    Basler Zeitung, 9. Dezember 2019
  • Sulzer bändigt [die Vergangenheit] in einem Stil und einer Dramaturgie, die sich an das klassische Erzählmodell des 19. Jahrhunderts halten. So bekommt sein neuer Roman, in dessen konservativer Eigengesetzlichkeit alles ‘stimmt’, den Nimbus von etwas Überzeitlichem und Parabelhaftem.

    Deutschlandfunk, 9. Dezember 2019
  • Es ist eine Prosa mit Patina, und sie passt seinem Helden wie der geliebte Mantel, der durch jahrelangen Gebrauch fadenscheinig geworden ist. Sie schreitet im gemächlichen Schritt voran, nur in wenigen Szenen zum Trab beschleunigt. Rhythmus und Vokabular verhalten sich kongenial zu diesem Helden. (...) “Unhaltbare Zustände” ist die perfekte Rekonstruktion eines Denkens und Fühlens, das wir uns kaum mehr vorstellen können, obwohl gerade 50 Jahre vergangen sind.

    Tages-Anzeiger, Schweiz, 9. Dezember 2019
  • Das Buch erzählt davon, wie eine Welt auseinanderbricht. Das fährt den Menschen umso mehr in die Knochen, als es eine Welt betrifft, die seit Menschengedenken war, wie sie gerade noch ist – und gleich nicht mehr sein wird. (...) Diesen Kippeffekt lässt Sulzer seine Leser an sich selber spüren: Sie erkennen sich selbst in der Sprache und in der Denkungsart des Romans – und werden brachial aus dieser schönen Behaglichkeit hinausgeworfen.

    NZZ, 9. Dezember 2019

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