Wohin wir gehen


Peggy Mädlers Roman über zwei Freundinnen, von denen die eine gelernt hat, dass es immer etwas zu verlieren gibt, und die andere, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine Geschichte über das Älterwerden und Abschiednehmen, über Neuanfänge und das Immer-wieder-Weitermachen.

Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr Oben und Unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt.
Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, zwischen den Familien und den Generationen, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.


Termine

Lesung: Peggy Mädler Wohin wir gehen
Termin04. August 2019
Ort Golzow
VeranstaltungGolzower Literatursommer
Lesung: Peggy Mädler Wohin wir gehen
Termin01. September 2019
Ort Große Weinmeisterstr. 46-47
14469 Potsdam
VeranstaltungVilla Quandt
Lesung: Peggy Mädler Wohin wir gehen
Termin04. September 2019
Ort Faberstr. 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
VeranstaltungKleist-Museum
Lesung: Peggy Mädler Wohin wir gehen
Termin05. September 2019, 19:30 Uhr
Ort Kirchplatz 7
15806 Zossen
VeranstaltungBibliothek
Lesung: Peggy Mädler Wohin wir gehen
Termin19. September 2019
Ort Antonstr. 1
01097 Dresden
VeranstaltungLiteraturhaus Villa Augustin
Lesung: Peggy Mädler Wohin wir gehen
Termin26. September 2019
Ort Schloß Rheinsberg 1
16831 Rheinsberg
VeranstaltungKurt-Tucholsky-Literaturmuseum
Lesung: Peggy Mädler Wohin wir gehen
Termin28. Januar 2020
Ort Heppenheim


Pressestimmen

»Ein Buch von einer unfasslich schönen Einfachheit« Mark Siemons, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Was bleibt – und wo und was ist Heimat? Das sind Fragen, die dieser spannende Generationenroman stellt. Johannes Schröer, Domradio
Der Autorin gelingt es, ihre Figuren in wenigen Strichen sehr pointiert zu charakterisieren. (...) Dass es hier um die großen existenziellen Fragen geht, registriert man gegen Schluss wie überrumpelt. (...) Ein Blick auf die frühe DDR, der heilsam ist, weil er frei von Klischees ist. Helmut Böttiger, Deutschlandfunk Kultur
Die Tonlage des Romans changiert zwischen feiner Melancholie und der Hoffnung, dass es sich lohnt, die Bruchstücke unseres Lebens zu einem sinnvollen Ganzen zu ordnen. Vogue
Der Roman will eben keine große Kunst sein, sondern wählt eine zurückhaltende Form, die sich von hypermännlicher Kraftmeierei angenehm unterscheidet. Steffen Greiner, Jungle World
Peggy Mädlers Roman, der auf 200 Seiten ein ganzes Jahrhundert überspannt, ist eine der Entdeckungen der diesjährigen Leipziger Buchmesse. aspekte
Das Buch hat knapp 200 Seiten und ist trotzdem ein Jahrhundertroman, das sage ich hier ganz bewusst. Knut Elstermann, radioeins
Peggy Mädler schreibt über die Zwischenräume der Geschichte, und am Ende ist es ein Roman, der zeigt, wie das private Leben, die kleinen Geschichten von Familie und Freundschaft, mit der großen Geschichte zusammenhängen. Marie Kaiser, radioeins