Nichts als der Mensch

Beobachtungen und Spekulationen aus 2500 Jahren


»Vielgestaltig ist das Ungeheure, und nichts ist ungeheurer als der Mensch.« Sophokles, Antigone
Mit über 300 Autoren aus 2500 Jahren auf der Suche nach dem Rätsel Mensch

Was ist der Mensch? Was ist seine Stellung in der Welt? Ist er von Natur aus gut oder schlecht? Nach welchen Regeln funktioniert er? Das sind die Grundfragen allen Nachdenkens und Sinnierens, die die Neugierigeren unserer Spezies seit jeher umtreiben. Georg Brunold hat sich mit den großen Autoren der Menschheitsgeschichte auf Spurensuche gemacht. Nichts als der Mensch versammelt Texte aus über 2500 Jahren rund um den Planeten, von Menschen, die Extremes erlebten, Tiefes dachten, scharf beobachteten und hintersinnig fragten. Wir begegnen radikalen Philosophen, schwärmerischen Dichtern und nüchternen Wissenschaftlern – aber auch Menschen in Extremsituationen: solchen, die bereit sind, ihr Leben einer Idee zu opfern, Gefangenen in den Straf lagern Maos, Sklaven und Sklavenfängern, zum Tode Verurteilten, Taubstummen, Insassen der Psychiatrie, Pestkranken, Kastraten, denkenden Dichtern, Glaubensfanatikern, Opiumsüchtigen, Onanisten, Mozart auf Arbeitssuche, Casanova auf der Flucht aus den Bleikammern Venedigs und viele andere mehr. Eine faszinierende Entdeckungsreise von der Frage nach Gott bis zur Funktion der Flatulenz.



Pressestimmen

Ein Prachtband im Folioformat, der alle ästhetischen Möglichkeiten der Gestaltung aufbietet. (…) Die Auswahl der Texte macht es zudem zum Meisterwerk. Bücher
Georg Brunold pirscht sich an das Wesen Mensch heran, mit dem neugierigen Blick des Reporters und promovierten Philosophen, auf zugleich naheliegende und originelle Weise und derart hinreißend subjektiv, dass eines schon jetzt klar ist: Objektiver als in Nichts als der Mensch werden wir den Menschen nie bestaunen können. (…) Es ist unmöglich, die dargebotene Fülle auch nur halbwegs angemessen zu würdigen. (…) Es ist jedenfalls das sprichwörtliche einzige Buch für die einsame Insel, etwas, wovon man tatsächlich ein Leben lang zehren kann. Die Zeit
Stunden der Stille lassen sich mit dieser außergewöhnlichen und aufwendig gestalteten Anthologie verbringen. (…) Sie bietet die reizvolle Möglichkeit, durch unterschiedliche Epochen zu streifen, Fundstücke aufzugreifen und Fäden zu spinnen zwischen gestern und heute. (…) Ohnehin zeichnet Georg Brunolds Anthologie eine erfrischende ›Kanonlosigkeit‹ aus. Meistens werden nicht die üblich verdächtigen Texte von Epikur und Co. zitiert, sondern die seltenen, schwarzen Perlen im Sortiment hervor gefischt. (…) Das Buch ist kein schöngeistiges Kompendium, es wird von einem aufklärerischen Impuls getragen. Deutschlandrundfunk