Truggestalten


Die Geister von Berlin

Eine junge amerikanische Künstlerin sieht Blutflecken am Boden, die spurlos verschwinden. Ein Kreuzberger Hipster ahnt, dass mit seiner Wohnung etwas nicht stimmt. Den Manager eines Start-ups plagt ein Fiebertraum, der sich gespenstisch mit vergangenen Begebenheiten deckt. Nichts in Truggestalten ist so, wie es zu sein scheint.

An der Oberfläche sieht das Berlin der Gegenwart aus wie der Inbegriff der modernen Metropole. Es ist eine Stadt der Neuankömmlinge, Investoren, Partyhungrigen, in der sich Gruppen vermischen, aber auch gegenseitig verdrängen. Doch zugleich ist dies geschichtsträchtiger Boden; die Stadt stand im Zentrum großer historischer Bewegungen – von den gesellschaftlichen Umbrüchen der Kaiserzeit bis zu den Schrecken des »Dritten Reichs« und den Verwerfungen des Kalten Kriegs.

In sieben Episoden, die sich gegenseitig kommentieren und vervollständigen, werden Menschen des neuen Berlin von der Vergangenheit der Stadt eingeholt. Sie spüren ein unheimliches Nachwirken, ein Flackern auf der Retina, das sich nicht heilen lässt.

Mit Truggestalten legt der Filmregisseur und Sachbuchautor Rudolph Herzog sein erstes belletristisches Werk vor, ein Berlin-Buch voller Winkelzüge, Absurditäten und düsterer Überraschungen.

»Abgründig, raffiniert und unterhaltsam …Gibt’s noch mehr davon?« Eva Mattes

»Rudolph Herzog belebt ein hierzulande unterschätztes Genre, die Schauergeschichte. Das Übersinnliche, Unterschwellige und Doppelbödige der Großstadt kommt in seinen Berliner Erzählungen als zarter, aber eiskalter Lufthauch daher.« Christoph Poschenrieder


Termine

Lesung: Rudolph Herzog Truggestalten
Termin22. Februar 2017
Ort Güntzelstr. 45
10717 Berlin
VeranstaltungBuchhandlung Ferlemann und Schatzer
Lesung: Rudolph Herzog Truggestalten
Termin28. Februar 2017
Ort Hallesches Ufer 32
10963 Berlin
VeranstaltungKulturküche
Lesung: Rudolph Herzog Truggestalten
Termin25. März 2017
Ort Markt 9
04109 Leipzig
VeranstaltungLeipziger Central Kabarett
Infoim Rahmen von Leipzig liest


Pressestimmen

Rudolph Herzogs geradezu klassische Gespenstergeschichten geben Berlin zurück, was in den Jahren der Party, der Gentrifizierung, der Wiedervereinigung ins Vergessen geriet: der Horror, das Leid, die Geister der Menschen, die als Verlierer der Geschichte untergegangen sind. Thomas Böhm, Die Literaturagenten/radioeins
Abgründig, raffiniert und unterhaltsam …Gibt’s noch mehr davon? Eva Mattes
Rudolph Herzog belebt ein hierzulande unterschätztes Genre, die Schauergeschichte. Das Übersinnliche, Unterschwellige und Doppelbödige der Großstadt kommt in seinen Berliner Erzählungen als zarter, aber eiskalter Lufthauch daher. Christoph Poschenrieder
Rudolph Herzog hat ein ungewöhnliches Berlin-Buch geschrieben, eines, das nach jeder Geschichte wirklich Lust auf die nächste macht. Er schafft eine Atmosphäre, die bestechend ist – und oft sehr unheimlich. Er zeigt eine Stadt im schnellen Wandel, flirrend aufgeregt, die immer eine zweite Ebene bekommt. Das ist geschickt montiert und wirklich überzeugend erzählt. Ein sehr gelungenes Prosa-Debüt! inforadio rbb