Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt

Roman


»Es geht um das Herz der Sache, Charlie. Es geht um Magical Mystery.«

Ein Buch wie ein Rausch: Man braucht 48 Stunden, die Droge heißt Sven Regener. Am Start: eine Handvoll ziemlich verrückter Techno-Freaks. Und am Steuer: Karl Schmidt, der beste Freund von Frank Lehmann

Als Karl Schmidt, Opfer eines depressiven Nervenzusammenbruchs am Tag der Maueröffnung, nach Jahren der Versenkung von alten Kumpels zufällig in Hamburg als Bewohner einer drogentherapeutischen Einrichtung wiedergefunden wird, ist das der Anfang einer seltsamen Zusammenarbeit: Die alten Freunde, mittlerweile zu Ruhm und Reichtum gelangt, wollen mit ihrem Plattenlabel auf einer Tour durch Deutschland den Rave der 90er Jahre mit dem Hippiegeist der 60er versöhnen und brauchen dazu einen, der immer nüchtern bleiben muss. Das kommt Karl Schmidt gerade recht, denn der hat keine Lust mehr, sich in einer Parallelwelt aus Drogen-WG, Hilfshausmeisterjob und gruppendynamischen Wochenendausflügen zu verschanzen.
Und so beginnt eine Reise durch ein Land und eine Zeit im Umbruch, unternommen von einer Handvoll Techno-Freaks, betreut von einem psychisch labilen Ex-Künstler, für den dies der Weg zurück in ein unabhängiges Leben sein soll.



Pressestimmen

Man erlebt Regener mit diesem Roman auf der Höhe seiner Unterhaltungskunst. Seine Dialoge sind brillant, umwerfend komisch, überhaupt liebt Regener Redundanzen, Sprachschleifen, einfache Endlossätze, Kalauer und Zoten. Deutschlandradio Kultur
Es ist schon eine ziemlich Kunst, wie Regener eine Stimmung ausmalt, ohne dabei ins Detail zu gehen oder im Mindesten pathetisch zu werden. (…) Seine humane Prosa, eine mäandernde, meistens parataktisch vorgehende Annäherung an die Wirklichkeit, verströmt ein ausgesprochen warmes Gefühl. FAZ
Regener ist noch nie so gut gewesen – lakonisch wie immer, aber mit zarter Melancholie. Herzzerreißend schön. Elke Heidenreich
Schließlich ereignet sich bei der Lektüre etwas Magisches: Während Karl Schmidt wieder Tritt fasst, lösen sich auch im Leser langsam alle misanthropischen Blockaden, und man wird von einer unheimlich beruhigenden Langmut ergriffen. Die Zeit
Regener trifft den Tonfall dieser Idealisten und erzählt viel Einfühlungsvermögen. (…) Noch nie war er so in seinem Element wie in Magical Mystery. Kein Wunder, denn hier hat er Protagonisten zur Verfügung, die angefeuert von Alkohol und Drogen, Feierlaune und Übernächtigung plappern und schwätzen, sabbeln und schwafeln, quasseln und faseln, sich um Kopf und Kragen reden, aber durchaus auch mal was Schlaues sagen. Gute Freunde eben, denen man, wenn man sie denn mal wieder trifft, sehr gerne zuhört. taz