Laurence Sterne zum 250. Todestag: Die erste deutsche Werkausgabe

Mit zahlreichen Erst- und Neuübersetzungen; komplett übersetzt vom vielfach preisgekrönten Michael Walter; drei Bände im Schuber, mit einem biographischen Beiheft von Wolfgang Hörner; prächtig ausgestattet, Fadenheftung, Lesebändchen, farbige Marbled Page.


Jeweils auch als Einzelband erhältlich:

Band 1

Band 2

Band 3


Pressestimmen zur Werkausgabe

“Literatur, der es auf jeder Seite darum geht, Grenzen zu erkunden und zu sprengen: Grenzen des Gefühls, des Erzählens, des Geschmacks, der Sprache. (…) Das ist so irr und wirr und wahr und witzig, dass man auch nach 250 Jahren kaum glauben mag, dass das da wirklich so steht. (…) Glückliche Umstände haben es gefügt, dass Sterne einen deutschen Heimatverlag gefunden hat, in dem sein Werk auf idealtypische Weise gepflegt wird.”
Hans von Trotha, Die Zeit

“Wer aber ist Sterne für uns, 250 Jahre nach seinem Tod? Man muss sich das fragen mit diesen drei attraktiven Bänden auf dem Tisch, zusammen 1900 Seiten, die dem großen englischen Sonderling des 18. Jahrhunderts endlich eine angemessene deutsche Werkausgabe schenken. (…) Alles in allem ist die Ausgabe von schwer überbietbarer Schönheit, fein gedruckt und fadengebunden. (…) Man soll sie anschauen, in der Hand wiegen, man soll sie ertasten befummeln und erschnüffeln. Wer will, kann auch ein Deckchen darüber breiten und die Teetasse darauf abstellen.”
Paul Ingendaay, FAS

“Laurence Sterne ist der Forrest Gump der Literaturgeschichte: Sternes Ideen und Innovationen, Spintisierereien und Fantastereien sind in der Belletristik der vergangenen 200 Jahre überall irgendwie dabei. (…) Der Berliner Verlag Galiani kann nicht genug gelobt werden, dass er mit der ersten deutschen Werkausgabe sämtlicher Schriften des Autors, darunter etliche Erstübersetzungen, endlich eine große Lücke füllt.”
Wolfgang Paterno, Profil

“Unter allen verrückten Schriftstellern war Sterne vielleicht der verrückteste. (…) Ergüsse wie diese sind bemerkenswert lange nicht auf den deutschen Leser gekommen. Tatsächlich erscheinen Sternes ‘originale’ Briefe in der von Michael Walter übersetzten schmucken Sterne-Werkausgabe in dieser Vollständigkeit zum ersten Mal.”
Wieland Freund, WELT

“Laurence Sterne zählt zu den ganz Großen der Weltliteratur. Seine Werke sind Klassiker für die Ewigkeit. (…) Noch immer gilt er als einer der kühnsten Experimentatoren des Romans. Henry James, Marcel Proust und James Joyce bezogen und beriefen sich auf ihn. Virginia Woolf bezeichnete ihn ausdrücklich als ihren Lehrmeister. Als Jean Paul seinerzeit den Briten für sich entdeckte, jubelte er aus ganzem Herzen: ‘Auf dass die Trommel gerühret sei – uns ist ein Sterne geboren!’”
Michael Langer, Deutschlandfunk

“Sterne war wohl der größte Feuerwerker der Weltliteratur. (…) Ein übergroßes Kompliment muss dem Münchner Übersetzer Michael Walter gezollt werden. Seine fast 40-jährige Arbeit an einer zeitgemäßen, adäquaten, historisch stimmigen Eindeutschung liegt nun in einer schönen Werkausgabe vor, die erstmals alles von Sterne auf Deutsch umfasst.”
Alexander Kluy, der Standard

“Den Witz und die Größe Laurence Sternes entdecken: Zum 250. Todestag liegt nun eine großartige Neuübersetzung und Kommentierung seiner Werke auf Deutsch vor. Ihr größtes Pfund sind die Briefe.”
Jürgen Kaube, FAZ

“Mit wie viel Sorgfalt diese Werkausgabe komponiert wurde, zeigt sich nicht zuletzt in der Gestaltung: Die marmorierten Einbände sind ein Echo auf Sternes berühmte handgedruckte ‘marbled page’, die jedes Exemplar der Erstausgabe zu einem Unikat machte. Herausgeber Wolfgang Hörner schreibt in seiner ‘Biographischen Skizze’: ‘So, wie das Wesen jedes Menschen anders ist, ist damit auch jedes einzelne Buch individuell.’ Genau wie die Abschweifungen, in denen sich die Leser*innen verlieren.”
Sylvia Prahl, taz


“Der freieste Schriftsteller aller Zeiten” (Friedrich Nietzsche), “Der Paganini der Abschweifungen” (Harry Rowohlt), “Der schönste Geist, der je gewirkt hat” (Goethe) – ungezählt sind die Verneigungen, Kniefälle und Lobeshymnen auf den Erfinder des modernen Romans. Autoren von Lessing bis Diderot, von Sigmund Freud bis Nabokov, von Borges bis Mann, von Marias bis Arno Schmidt, von Rushdie bis Calvino verehrten ihn und lernten von ihm.

Sternes Romane lesen sich heute noch so modern, überraschend und unglaublich komisch wie vor 200 Jahren und sind seit Erscheinen Grundbestand jedes guten Bücherschranks. Freilich: außer dem Ewigkeitsklassiker Tristram Shandy und der Empfindsamen Reise gab es seit langer Zeit kaum etwas von ihm zu lesen. Und das, obwohl es einige kleine wunderbare Nebenwerke, und nachgelassene Schriften gab – und er zudem als einer der großen Briefautoren seiner Zeit gilt.

Michael Walter, der in diesem Jahr mit dem Europäischen Übersetzerpreis ausgezeichnet wird, hat nicht nur seine bisher bestehenden Übersetzungen nochmals überarbeitet – er hat auch Werke wie das Fragment in der Art des Rabelais, das Journal für Eliza, Sternes Selberlebensbeschreibung und alle Briefe Sternes (auf die dieser z.T. großen literarischen Ehrgeiz verwendete) ins Deutsche übertragen.

Sterne, endlich (und erstmals) in seiner ganzen literarischen Breite!




Tristram Shandy: Einer der kuriosesten Romane der Weltliteratur in der großartigen Übersetzung von Michael Walter, die wie keine andere zuvor Sternes Sprachkapriolen ins Deutsche holt.”
Focus

“Diese Übersetzung jagt heißkalte Glücksschauer über des Lesers Rücken. Eine – ein großes aber ehrliches Wort – beinahe perfekte Edition.”
Frankfurter Rundschau

“Ein Glücksfall der Literaturpflege.”
FAZ

“Gern hätt ich ihm fünf Jahre von meinem Leben abgetreten, wann sich dies thun ließe, und hätt ich auch gewiß gewußt, daß mein ganzer Überrest nur acht oder zehn betrüge, mit der Bedingung aber, daß er hätte schreiben müssen; gleichviel was, Leben und Meynungen, oder Predigten oder Reisen.”
Gotthold Ephraim Lessing

“Yorick-Sterne war der schönste Geist, der je gewirkt hat: wer ihn liest, fühlt sich sogleich frei und schön.”
Johann Wolfgang von Goethe bei der Lektüre der Empfindsamen Reise

“Las zuletzt im Tristram Shandy und bewunderte aber- und abermal die Freyheit, zu der sich Sterne zu seiner Zeit emporgehoben hatte, begriff auch seine Einwirkung auf die Jugend. Er war der Erste, der sich und uns aus Pedanterey und Philisterei erhob.”
Johann Wolfgang von Goethe, Tagebuch 1.10.1813

“Er ist ebenbürtig mit Shakespeare, und auch ihn, den Lorenz Sterne, haben die Musen erzogen auf dem Parnaß.” Heinrich Heine

“Der freieste Schriftsteller aller Zeiten.”
Friedrich Nietzsche

“Wir kommen zu spät, dieses Werk anzukündigen oder anzupreisen – denn wo ist der Mann von Verstand und Geschmack, dessen Seele einen Sinn für die Launen des Genies, für Witz und Ironie, für attisches und brittisches, für Rabelaissches und (was feiner und pikanter ist als alle übrigen vier Arten) für Yoriksches Salz hat; (…) wo ist, sag ich, ein solcher Mann, … der nicht lieber alle seine übrigen Bücher, und seinen Mantel und Kragen im Nothfall dazu, verkaufen wollte, um dies in seiner Art einzige, dies mit allen seines Verfassers Wunderlichkeiten und Unarten dennoch unschätzbare Buch (…) anzuschaffen, von Stund an zu seinem Leibbuch zu machen und solange darin zu lesen, bis alle Seiten davon so abgegriffen und abgenutzt sind, daß er sich — zum größten Vergnügen des Verlegers — ein neues anschaffen muss?”
Christoph Martin Wieland

“Mein Gehirn konnte so viel Genialität kaum aufnehmen.”
Walter Benjamin über die Empfindsame Reise

“Sollte die Digression und ihr mathematischer Charakter in meiner Briefschreiberei Dir neu vorkommen und auffallen, so führe ihn auf mein Versenktsein in den dritten Band des Tristram Shandi zurück.”
Walter Benjamin an Gershom Scholem

“Eins der größten Bücher, die bisher in englischer Sprache geschrieben worden sind.”
Arno Schmidt zum Tristram Shandy


Laurence Sterne (1713-1768) schrieb nur zwei literarische Bücher. Beide aber machten weltweit Furore wie kaum je andere: Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman (1759-1767) und Eine empfindsame Reise durch Frankreich und Italien. Von Mr. Yorick (1768). Er gilt (zu Recht) als Urvater des modernen Romans, seine Verehrer sind zahllos (um nur einige nicht-britische zu nennen: Lessing, Wieland, Diderot, Goethe, Jean Paul, Thomas Mann, Sigmund Freud, Nabokov, Arno Schmidt, Italo Calvino, Javier Marias). Seine Bücher sind seit Erscheinen Grundbestand jedes guten Bücherschranks.

Michael Walter lebt und arbeitet in München. In den über 30 Jahren seiner beruflichen Tätigkeit als freier Übersetzer hat er über 60 Werke nahezu aller literarischen Genres übersetzt, u.a. von Lewis Carroll, George Orwell, Julian Barnes, Henry James, Herman Melville. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Johann-Heinrich-Voss-Preis und 2018 den Europäischen Übersetzerpreis der Stadt Offenburg. Für seine Übersetzung der Werke Laurence Sternes war er zudem für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 nominiert.


Shandy Hall Berlin

23. bis 25. März 2018 im Literaturhaus Fasanenstraße

In diesem Frühjahr jähren sich der Tod des Großautors Laurence Sterne (18.3.1768) sowie das Erscheinen des legendären Romans A Sentimental Journey zum 250. Mal. Aus diesem Anlass wird aus dem Berliner Literaturhaus in der Fasanenstraße vom 23. bis zum 25. März Shandy Hall Berlin.

Patrick Wildgust, der Kurator von Shandy Hall in Coxwold, Sternes Wohnsitz zu Lebzeiten und heute Museum und Pilgerstätte, wird eingeflogen und als Mithausherr eingesetzt, begleitet von dem Sterne-Forscher Geoffrey Day aus York.

In mehreren Räumen von Shandy Hall Berlin werden drei Tage lang Veranstaltungen zu und über Laurence Sterne präsentiert. So wird es neben Lesung und Gespräch um die erste deutsche Werkausgabe von Laurence Sterne und Hans von Trothas Buch über Sterne (in den Verlagen Galiani und Wagenbach) ein hochkarätig besetztes Symposium mit Vorträgen und Gesprächen zu Sterne und seinem Werk geben (das sich keineswegs nur an Fachgelehrte wendet), einen Workshop für Kinder und eine große Laurence-Sterne-Party rund um eine 24-stündige Lesung: Schriftsteller*innen lesen Tristram Shandy. Des Weiteren werden von Sterne inspirierte Musik wie Michael Nymans Nose List Song, das legendäre Tristram-Shandy-Hörspiel von Karl Bruckmaier und der Lillibullero auf der Nasenflöte zur Aufführung gebracht. Zur leiblichen Stärkung bietet die Wunsiedlerin Beate Roth Speisen nach Rezepte aus den Werken des kreativsten deutschen Sternianers: Jean Paul.

Programm

Freitag

Samstag
Das Tristram Shandy-Symposion – für alle Sternianer und solche, die es werden wollen

„Die Laurence-Sterne-Party“ (Schlafsackmitnahme erlaubt)

Sonntag

Zeitplan der 24-Stunden-Lesung

Shandy Hall Berlin ist eine gemeinsame Veranstaltung des Literaturhaus Berlin mit dem Verlag Galiani Berlin und dem Verlag Klaus Wagenbach. Mit freundlicher Unterstützung von Der Hörverlag, des Bayerischen Rundfunks, des RBB und des Saarländischen Rundfunks. Wir danken Shandy Hall (Coxwold) und der Brougier-Seisser-Cleve-Werhahn-Stiftung für ihre großzügige Unterstützung.

Das Programm zum Download (PDF)


Weitere Termine

9. April 2018 | München
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Michael Walter liest Laurence Sterne

24. April 2018 | Hamburg
Literaturhaus
Michael Walter, Frank Schulz, Susanne Fischer und Gerd Haffmanns lesen Laurence Sterne

24. Oktober 2018 | Darmstadt
Stadtkirche
Michael Walter liest Laurence Sterne


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