Galiani Berlin auf der Frankfurter Buchmesse 2019

Am 16. Oktober öffnet die weltgrößte Buchmesse in Frankfurt wieder ihre Tore. Wir sind selbstverständlich auch vor Ort und haben spannende Autorinnen und Autoren dabei – und eines der schönsten Bücher zum diesjährigen Ehrengast Norwegen …

Sie finden uns an unserem gemeinsamen Stand mit Kiepenheuer & Witsch (Halle 3.1, Stand D121). Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der Messe oder bei unseren Lesungen am Abend!



Unsere Autorinnen und Autoren in Frankfurt

Bernd Brunner

Der Norden: Mythos und Sehnsuchtsort. Bernd Brunner erkundet die Kulturgeschichte einer Himmelsrichtung
Für die einen eisgefrorenes Niemandsland voll kampflustiger Wikinger, für die anderen Wiege der Zivilisation: Der Norden war schon immer Projektionsfläche für allerlei Fantasien. Bernd Brunner beleuchtet, wie sich das Bild des Nordens über die Jahrhunderte gewandelt hat und unternimmt einen faszinierenden Streifzug durch Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Was er dabei zusammenträgt, reicht von den Wikingern bis zu IKEA und von Eiszeitrelikten bis zu schmelzenden Gletschern, wirft einen spannenden Blick auf wagemutige Forschungsexpeditionen wie auf allerlei bizarre Auswüchse – und verändert damit nicht nur den Blick nach Norden, sondern den Blick auf die Welt.

“Profund recherchiert und glänzend geschrieben. Eine herrliche Fundgrube. Eine 300-seitige sehr vielfältige und sehr anregende Reise durch den hohen Norden.” Katharina Borchardt, SWR2

Bernd Brunner, 1964 geboren, schreibt vielbeachtete, höchst unterhaltsame Bücher an der Schnittstelle von Kultur und Wissenschaftsgeschichte. Bei Galiani sind zuletzt Die Kunst des Liegens (2012), Ornithomania (2015) und Als die Winter noch Winter waren (2016) erschienen. Seine Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Foto: Michael Schidlack

Mittwoch, 16.10.
13:30 Uhr: Hauptbühne Ehrengast-Pavillon Norwegen: “Der Traum vom Norden”, gemeinsam mit Edvard Hoem (deutsch/englisch)


Carmen Buttjer

“Die liebenswerteste Figur seit Tschick” (FAZ) – nominiert für den Bayerischen Buchpreis
Levi hat auf der Beerdigung seiner Mutter die Urne geklaut. Jetzt versteckt er sich auf einem Hausdach mitten in Berlin. Zwar wohnt ein paar Stockwerke unter seinem Lager immer noch sein Vater, aber von dem hat er noch nie viel mitbekommen. Und nach der Sache mit der Urne kann er sich sowieso nicht mehr blicken lassen. Im Kampf mit dem Verlust sucht der Junge sich seine eigenen Verbündeten, etwa Kolja, den ehemaligen Kriegsfotografen, für den Gedächtnisschwund noch immer die beste Art ist, sein Leben zu bewältigen – ausgelöst durch jede Menge Whiskey.

“Man kann tatsächlich nur staunen: über das Tempo. Über den Ton. Über die Einfälle, die da mit einer Selbstverständlichkeit, wie sie nur ein Elfjähriger aufbringen kann, hintereinanderweg übereinanderpurzeln.” Frauke Meyer-Gosau, Süddeutsche Zeitung

Carmen Buttjer, 1988 geboren, wuchs in Deutschland und Finnland auf. Sie studierte an der Kunsthochschule Kassel. Carmen Buttjer lebt und schreibt in Berlin. Fuchsteufelsstill machte den Anfang, ein autobiografischer Text, der 2017 unter offenem Pseudonym beim Ullstein Verlag erschien. 2019 erschien ihr literarischer Debütroman Levi bei Galiani Berlin. Kürzere Texte sind daneben jeden Monat in ihrer Kolumne auf Vogue Online zu finden.

Foto: Maria Dominika Vogt

Freitag, 18.10.
19:30 Uhr: Stadtkirche Darmstadt, gemeinsame Lesung mit Tom Müller und Doris Anselm


Kat Menschik

Was die Gebrüder Grimm für Deutschland waren, waren Asbjørnsen und Moe für Norwegen: Wunderschöne Märchen aus dem Gastland Norwegen
Die Seele eines Landes ist fest verankert in den Geschichten, die sich seine Bewohner über Generationen hinweg abends erzählten. Nördlich des Skagerraks entstand dabei ein Universum, mystisch, makaber, faszinierend und so reich an sprachgewaltigen Bildern, dass sie auch heute noch Lesende sofort in ihren Bann zu ziehen vermögen: Kleine Puppen locken Königssöhne ins hohe Gras, Handwerker überlisten mithilfe von Nüssen den Teufel und ein Huhn rettet die Erde vor dem Vergehen. Eine Welt jenseits des Alltages wartet darauf, neu entdeckt zu werden.

“Es ist immer dasselbe mit Büchern, die Kat Menschik illustriert hat: Überwältigt von Strich, Schwung und Farben vergisst man bisweilen, dass man auch lesen wollte.” Welt am Sonntag

Kat Menschik gestaltet seit 2016 ihre eigene Buchreihe bei Galiani Berlin, in der bereits Bücher von Kafka, Shakespeare, E.T.A. Hoffmann und Volker Kutscher erschienen. Der fünfte Band – Edgar Allen Poes Unheimliche Geschichten – wurde unter die 25 schönsten deutschen Bücher 2018 gewählt.

Illustration: Kat Menschik

Mittwoch, 16.10.
11:30 Uhr: ARD-Bühne im Forum, Gespräch mit Denis Scheck
Donnerstag, 17.10.
20 Uhr: OPEN BOOKS – Evangelische Akademie, Römerberg 9, Panoramasaal

Zum von Kat Menschik gestalteten Plakat zum Gastland-Auftritt Norwegens


Linus Reichlin

Über die Unwahrscheinlichkeit unserer Existenz, die heilende Wirkung von Whiskey und die Frage, warum Keith Richards uns immer so weit voraus ist
Linus Reichlin schickt seinen Protagonisten Fred Hundt – Sachbuchautor mit Spezialgebiet Wahrscheinlichkeitstheorie – auf eine Reise von Deutschland über die USA bis auf eine einsame Karibikinsel, auf der sich auch Keith Richards aufhalten soll. Dabei hatte es doch im Fernsehen gerade erst geheißen, die Rolling-Stones-Legende sei gestorben … Ein aberwitziger Ritt voller existenzieller Fragen, Rock ‘n’ Roll und der Angst vor dem langsamen Verschwinden einer Generation.

“Das lustigste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe – überhaupt seit Langem gelesen habe.” Elke Heidenreich, SRF Literaturclub

Linus Reichlin, geboren 1957, lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für seinen in mehrere Sprachen übersetzten Debütroman Die Sehnsucht der Atome erhielt er den Deutschen Krimi- Preis 2009. Sein Roman Der Assistent der Sterne wurde zum Wissenschaftsbuch des Jahres 2010 (Kategorie Unterhaltung) gewählt. 2014 erschien Das Leuchten in der Ferne, 2015 folgte In einem anderen Leben, 2016 Manitoba.

Foto: David Biene

Mittwoch, 16.10.
18:30 Uhr: OPEN BOOKS – Stadthaus am Markt, Markt 1


Alain Claude Sulzer

Ein Roman über einen, der sich gegen den Wandel der Zeiten auflehnt und dabei ins Wanken gerät. Nominiert für den Schweizer Buchpreis
Dem Schaufensterdekorateur Stettler wird mit knapp sechzig überraschend ein jüngerer Kollege zur Seite gestellt – ein Rivale, ein avisierter Nachfolger, ein Feind! Stettlers Welt beginnt zu bröckeln. Es ist das Jahr 1968, und es bröckelt auch sonst alles, die jungen Leute tragen Bluejeans und wissen nicht mehr, was sich gehört. Am Münsterturm hängt auf einmal eine Vietcong-Fahne. Stettler ist entsetzt. Immer mehr fühlt er sich bedroht, spioniert dem Rivalen sogar nach, sinnt auf Rache. Es ist auch ein zähes Ringen mit der Zeit und mit dem Alter, bei dem Stettler nur verlieren kann. Allein mit einer von ihm bewunderten Radiopianistin, Lotte Zerbst, wechselt er Briefe und fühlt sich nicht so verloren. Er hofft sogar auf eine Begegnung …

“Sulzer erzählt ohne falsches Mitleid, dafür mit echter Sympathie. Mit einer Anteilnahme, in der sanft Ironie vibriert. … Der bislang beste Roman von Alain Claude Sulzer.” Christine Richard, Basler Zeitung

Alain Claude Sulzer, 1953 geboren, lebt als freier Schriftsteller in Basel, Berlin und im Elsass. Er hat zahlreiche Romane veröffentlicht, darunter die Bestseller Zur falschen Zeit und Aus den Fugen sowie zuletzt der Roman Postskriptum und Die Jugend ist ein fremdes Land. Seine Bücher sind in alle wichtigen Sprachen übersetzt. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, u. a. den Prix Médicis étranger, den Hermann-Hesse-Preis und den Kulturpreis der Stadt Basel.

Foto: Lucia Hunziker

Mittwoch, 16.10.
20 Uhr: OPEN BOOKS – Struwwelpeter Museum, Hinter dem Lämmchen 2

Sonntag, 20.10.
11 Uhr: ARTE – Halle 4.1, Stand D14
15 Uhr: Blaues Sofa – Halle 3.1, Stand L25


Peter Wawerzinek

Ein umwerfender Roman über den tollpatschigen Versuch, mit der widerspenstigen Sache namens Liebe klarzukommen
“Die Liebe, ach Junge, besser du lässt die Finger davon”, hatte sein Opa ihn gewarnt, da war er gerade vierzehn. Als der Opa dies erklärte, konnte der Ich-Erzähler in Wawerzineks Roman noch nicht wissen, dass er tatsächlich gerade kurz davor stand, seine erste amouröse Bruchlandung hinzulegen … Wawerzinek erzählt in einer musikalisch-bildreichen Sprache über Lebenslieben und -lügen, Familiensehnsucht und -flucht. Und über das Festhalten und Verschwinden.

“Beim virtuosen Erzähler Wawerzinek geht es immer wieder um alles. … Zu erleben, wie dessen sich stets neu erfindende Wortkunst immer wieder über das Unsagbare triumphiert, hinterlässt großes Staunen.” Björn Hayer, Spiegel Online

Peter Wawerzinek wurde 1954 in Rostock geboren. Seine Mutter floh in den Westen als er drei Jahre alt war und ließ ihn und seine jüngere Schwester unversorgt zurück. Wawerzinek wuchs daher im Kinderheim an der Ostsee auf. Seit 1988 freier Schriftsteller, Regisseur und Hörspielautor. Veröffentlichungen u.a.: Moppel Schappiks Tätowierungen (1991), Das Kind, das ich war (1994). Sein Roman Rabenliebe (2010) war ein sensationeller Erfolg, 2014 erschien der ebenfalls hochgelobte Roman Schluckspecht. Peter Wawerzinek erhielt zahlreiche Stipendien, zuletzt das Autorenstipendium der deutschen Akademie Rom Villa Massimo 2019.

Foto: Susanne Schleyer

Mittwoch, 16.10.
17 Uhr: OPEN BOOKS – Ratskeller im Römer, Paulsplatz 7

Donnerstag, 17.10.
11:30 Uhr: Blaues Sofa – Halle 3.1, Stand L25
20 Uhr: Literatur im Römer – Römerberg 23



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