Bücher
Linus Reichlin
Er
Roman
Verlag Galiani Berlin
288 Seiten
gebunden mit Schutzumschlag
EURO 18,95 (D) / sFr 27,90 / EURO 19,50
ISBN 978-3-86971-036-5
Die gefährlichste Schwäche der Welt
Linus Reichlins spannender Roman über Verrat, Verdächtigungen, Eifersucht. Und über die Schwierigkeit, sich für etwas so komplett Verrücktes wie die Liebe zu öffnen.
Hannes Jensen hat es nicht leicht. Annick, seine blinde Geliebte, hatte, wie er herausfand, vom Beginn ihrer Beziehung an einen Anderen und ist mit diesem nach New York durchgebrannt. Einzig ihren Blindenhund ließ sie zurück, der nun – wie ein bewegliches Mahnmal des Verrats – nicht von Jensens Seite rücken will. Als Jensen samt Hund zur Beerdigung seiner Schwester nach Berlin fährt, lernt er in einem Blumenladen Lea kennen. Die so eigenwillige wie schöne Frau übt auf Jensen sofort eine enorme Anziehungskraft aus. Zugleich, darüber ist er sich schnell im Klaren, haftet ihr etwas Rätselhaft-Tragisches an.
Lea ist keine gebürtige Berlinerin. Sie stammt von einer schottischen Insel, auf der die Zeit stillzustehen scheint.
Seit Generationen lebt man dort von Schafzucht. Jeder kennt jeden und die Sitten sind so rau wie das Klima. Mit siebzehn war Lea von dort nach Berlin geflohen, weil ihr strengreligiöser Vater sie zwangsverheiraten wollte. Sie war damals schwanger, und die Bewohner der Insel wie ihre Familie verdächtigten den Falschen, ihr Liebhaber zu sein. Erst zwei Jahrzehnte später, als er die Diagnose einer unheilbaren Krankheit bekam, bat Leas Vater seine Tochter, ihn noch einmal aufzusuchen. Er konnte nicht ahnen, dass durch ihren Besuch alles wieder auf brechen und eine verhängnisvolle
Kettenreaktion ausgelöst werden würde, an deren Ende der grausame Tod eines Menschen steht.
Als Jensen Lea kennenlernt, liegt dies bereits hinter ihr. Obwohl sich beide ineinander verlieben, findet Jensen ständig Indizien dafür, dass in Leas Leben noch ein zweiter Mann eine Rolle spielt; er zweifelt an allem und verstrickt sich in seine Eifersucht, bis diese Lea und ihm fast zum Verhängnis
wird.
Pressestimmen
»Packend komponiert, kein Krimi im klassischen Sinne, dennoch jederzeit spannend.« Neue Presse
» Er ist zwar kein Krimi im klassischen Sinne – in Punkto Spannungserzeugung muss er sich hinter der namhaften Konkurrenz jedoch trotzdem nicht verstecken. Ganz im Gegenteil: Reichlin erweist sich einmal mehr als Meister der Fabulierkunst und überzeugt mit einer eleganten und kunstvollen Geschichte, welche keinerlei Leichen, Schießereien oder manisch-depressiver Ermittler bedarf.« Stefan Heidsiek, Krimi Couch
»Linus Reichlin, der mit literarisch-satirischen Kolumnen bekannt wurde, hat ein besonderes Geschick, Menschen anhand ihrer Gedanken und Gefühle fassbar zu machen, ihr Wesen zu verdeutlichen. Besonders eindringlich glückt das diesmal bei Angus – einem Mann, der nicht viel vom Leben erwartet und dennoch an ihm scheitert. Der Schweizer Autor hat sein Werk klug komponiert, eifrig klaubt man die auf den Seiten verstreuten Puzzle-Teilchen zusammen.« Stern.de
»Gefällt Ihnen, wenn: Sie von einem Krimi mehr erwarten als Leiche, Kommissar und Mörder.« Playboy
»Linus Reichlin gelingt es aufs Spannendste und sehr ausdrucks¬stark, ein Band von den fernen Äußeren Hybriden bis nach Berlin zu knüpfen. Von Traditionen, Lügen und Verrat ist die Rede – alte Geschichten – aber auch von neuen Begegnungen und den Tücken und Fängen der Liebe und Eifersucht. Mitreißend, ehrlich, tragisch und auf jeden Fall in hervorragender Sprache erzählt, bis (leider) die letzte Seite knistert… Einziger Trost – es gibt noch mehr Bücher von Linus Reichlin.« Riss, Lehmanns Media





