Bücher
Heiko Arntz (Hg.)
Der komische Kanon
Deutschsprachige Erzähler 1499 – 1999
Verlag Galiani Berlin
ca. 700 Seiten
Großformat im Schuber, Lesebändchen, schöner Satz
Euro 49,99 (D) / sFr 66,90 / Euro 51,40 (A)
ISBN 978-3-86971-042-6
Tränen gelacht bei Kafkas »Prozeß«
Erstmalig zwischen zwei Buchdeckeln: 120 Höhepunkte deutschsprachiger Komik von Eulenspiegel bis Wilhelm Busch, von Grimmelshausen bis Polt, von Jean Paul bis Henscheid
Schluss damit! Wir wollen sie nicht mehr hören, die Mär vom bierernsten Deutschen, vom drögen Schweizer, vom miesepetrigen Österreicher. Denn zumindest was die literarische Komik angeht, gilt: Schriftsteller deutscher Zunge sind durchaus auf Weltniveau – und sie waren es auch schon immer. Kaum ein Erzähler von Rang, der sich nicht als Humorist verstand und es auch war: von Grimmelshausen über Wieland, Heine, Fontane, Mann, Kaf ka, Tucholsky, Hildesheimer, Doderer bis Henscheid oder Arno Schmidt.
Heiko Arntz, ehedem langjähriger Lektor beim Haffmans Verlag, hat beschlossen, das Vorurteil vom humorlosen Deutschen ein für alle Mal zu widerlegen. Dazu hat er eine Anthologie zusammengestellt, die es in sich hat: Komik aus fünf Jahrhunderten, erstmalig zwischen zwei Buchdeckeln versammelt. Der Conradi des Humors gewissermaßen, so unterhaltsam wie bildend.
Auf der Suche nach Juwelen für sein komisches Monumentalwerk hat er in mehrjähriger Recherche viele, viele Regalmeter durchforstet, zahlreiche Literaturgeschichten geplündert und so manche Gesamtausgabe von vorn bis hinten aufgesogen. Das Ergebnis: Ein Buch mit 130 Autoren, das erstmals die gesamte Bandbreite des deutschsprachigen Humors präsentiert, mit zahllosen Höhepunkten, klandestinen Entdeckungen, großen Komik-Klassikern und vielen überraschenden Funden.
Eins jedenfalls ist sicher: Langweilig wird es bei der Lektüre nie.
Pressestimmen
»Da soll noch einer sagen, wir Deutschen hätten keine Humor: der Komische Kanon beweist im Galopp durch fünf Jahrhunderte das Gegenteil.« Jochen Schimmang, FAZ
»Heiko Arntz hat ein Lesebuch zusammengestellt, das den literarischen Qualitätsanspruch und die Vergnügungssucht am Text gleichermaßen befriedigt. Und dazu viele Entdeckungen und Anregungen für weitere Lektüren bietet.« Deutschlandradio Kultur
»Das größte Verdienst dieses Kanons ist es jedoch, dass er uns bisher kaum bekannte Humoristen aus der Frühzeit der deutschen Literatur entdeckt. Ohne ihn hätten wir ihre Schwänke wohl niemals gelesen.« Jörg Aufenanger, WDR 3, Mosaik
