Bücher

Georg Brunold

Nichts als die Welt

Reportagen und Augenzeugenberichte aus 2500 Jahren.
Herausgegeben von Georg Brunold.

Verlag Galiani Berlin
684 Seiten
Folioformat, geprägtes Leinen, Büttenschlaufe,
2 Lesebändchen. Mit mehrseitigen Fotoreportagen
EURO 85 (D) / sFr 120 / EURO 87,60 (A)

ISBN 978-3-86971-001-3

Leseprobe (PDF) | Über den Autor

Quer durch die Menschheitsgeschichte und rund um die Welt

Tacitus sah, wie Nero Rom niederbrennen ließ. Plinius erlebte den Ausbruch des Vesuv, der Pompeji und Herculaneum verschüttete. Walt Whitman war dabei, als Abraham Lincoln erschossen wurde. Georges Simenon traf Hitler im Fahrstuhl, und Ernest Hemingway marschierte ins von den Deutschen besetzte Paris ein.
Georg Brunold hat in Nichts als die Welt. Reportagen und Augenzeugenberichte aus 2500 Jahren 154 Autoren versammelt, die von den großen und bedeutenden Umbrüchen der Menschheitsgeschichte erzählen, die aber auch in den alltäglichen Details das Seltsame und Besondere finden. Ein »Eidechs in den Apenninen« etwa erregt die Aufmerksamkeit von Heinrich Heine, die Sitten der ägypter machen Herodot staunen. Machiavelli findet, dass Deutsche nicht reich sein müssen, und Caesar überlistet die Helvetier.
Der Leser schaut den großen Autoren der Weltliteratur über die Schulter, lässt sich mitnehmen auf eine literarische Reise durch die Zeit und mehrmals um die Welt. Wir reisen mit den Berichterstattern zu Schiff – mit Kolumbus an Bord der Santa Maria oder mit dem Ehepaar Bishop im Rettungsboot der Titanic -, gehen barfuß nach Canossa, fahren im Zug nach Odessa, verteidigen die Bastille, sehen die Mauer fallen. Wir sitzen mit in den Gerichtssälen, wo Fitzroy Maclean Zeuge eines stalinistischen Schauprozesses wird und Hannah Arendt den Angeklagten Eichmann beobachtet. Wir besuchen Onkel Ho in Hanoi, den Vorsitzenden Mao, die Krönung Haile Selassies, Ford in Detroit.

Für Nichts als die Welt hat Georg Brunold auch zahlreiche Texte gefunden, die es seltsamerweise bisher auf Deutsch nicht gab: Ibn Khalduns Bericht über seinen Besuch bei Tamerlan, Janet Flanner über Hitlers Stimmbänder, Ian Buruma über Benazir Bhutto, um nur einige zu nennen.
Zwölf von Daniel Schwartz ausgewählte und arrangierte Fotoreportagen aus den letzten zehn Jahren ergänzen die 164 Texte; mit Bildern aus einem Frauenkrankenhaus im Kongo, vom 11. September oder von den ehemaligen Angestellten von Lehman Brothers beim Finanzcrash von 2008. Auch sie sind Glanzstücke der Reportage und erzählen von Themen, die noch die nächsten Jahrzehnte prägen werden.
Georg Brunold hat mit der Arbeit an Nichts als die Welt eine mehrjährige, vieltausendseitige Leseodyssee durch alle Zeiten und Länder hinter sich. Als »die längste Reise meines Lebens« bezeichnet der in aller Welt gereiste ehemalige Redakteur von DU seine Arbeit. In der angehängten »Bibliothek des Reporters« erzählt er in 30 thematischen »Lieferungen« von den Büchern, die ihn bei seiner Arbeit und durch sein Leben begleitet haben.

»Man nimmt es zur Hand, blättert, taucht ein, hundert, tausend, zweitausend Jahre tief. … Ein Wahnsinnswerk.«
Die Zeit

»Dieses Buch ist eine Schatztruhe für alle, die gern lesen und man könnte es als täglichen Begleiter mit ins neue Jahr nehmen – mit dem Vorsatz jeden Tag eine dieser grandiosen Reportagen zu lesen.«
Deutschlandradio Kultur

»Dieses wunderbare Großwerk ist zum Staunen. Zum Eintauchen – für Stunden, Tage.«
Welt kompakt

»164 Reportagen von Weltgeltung – ein imposanter Aufgalopp des neuen Verlags Galiani Berlin«
FAZ

»Georg Brunold führt uns das unbezahlbare Erbe der Weltreportage vor Augen.«
Stuttgarter Zeitung

»Das Buch aufschlagen und sich festlesen ist eins.«
Berliner Morgenpost

»Nichts als die Welt ist neben Bolanos 2666 mindestens das Buch des Jahres.«
Berliner Zeitung

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