Bücher
Frank Schulz
Onno Viets und der Irre vom Kiez
Verlag Galiani Berlin
Roman
368 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
Euro 19,99 (D) / sFr 28,90 / Euro 20,60 (A)
ISBN 978-3-86971-038-9
Bühne frei für Onno Viets!
Es gab Svevos Zeno Cosini, es gab Loriots Herrn Lohse, es gab Henscheids Herrn Jackopp und den Dude in The Big Lebowski. Und jetzt gibt es Onno Viets!
Was passiert, wenn einer wie Onno Viets zum ersten Mal in seinem Leben eine richtig gute Idee hat?
Onno, Mitte 50, Hartz-IV-Empfänger, Noppensockenträger und ungeschlagener König einer Hamburg-Eppendorfschen Pingpong-Runde, bekennender Nicht-Schwitzer, leicht phobisch, hat das Finanzamt im Nacken, den Geburtstag seiner Frau Edda vor Augen und eine Eingebung aus dem Fernsehen: Er wird Privatdetektiv!
Seine geplagten Sportsfreunde vom Tischtennis ahnen Ungutes. Aus langjähriger Erfahrung. Dennoch verhilft einer von ihnen Onno zu seinem ersten Fall: Der Popmagnat Nick Dolan argwöhnt Untreue seiner aktuellen Flamme, Onno soll ein Beweisfoto von ihr und dem Liebhaber liefern. Und Onno hat Glück, schon bald wird er Dolans Nebenbuhler ansichtig. Allerdings ist der Kerl mit dem Spitznamen »Händchen« nicht nur zwei Meter groß und 130 Kilo schwer – er ist auch die unberechenbare, gefürchtete rechte Hand eines Hamburger Kiez-Oligarchen. Onno schafft es nicht, den Fall wieder abzugeben, und muss die beiden bis nach Mallorca verfolgen. Dort setzt sich fort, was begann, als einer wie Onno mal eine richtig gute Idee hatte: Der Sog der Katastrophe beschleunigt sich rasend …
Was passiert, wenn ein Autor wie Frank Schulz zum ersten Mal in seinem Leben seine wild wuchernde Phantasie und Sprachlust mit der spannungsgeladenen Handlung eines Thrillers kombiniert? – Schafft der Leser nicht, das Buch rechtzeitig zuzuschlagen, wird er hineingerissen in einen Strudel aus Verrat und aberwitzigen Dialogen, Hochspannung und unvergesslichen Figuren, Situationskomik und abgründigen Milieustudien.
Frank Schulz, Harry Rowohlt, Rocko Schamoni, Karen Duve, Sven Regener, Jan Georg Schütte, Tina Kemnitz unf Joachim Seidel lesen:
ONNO VIETS UND DER IRRE VOM KIEZ
Pressestimmen
»Der brillante literarische Querkopf Frank Schulz hat den lustigsten Roman der Saison geschrieben, der auch noch einer der tiefsinnigsten ist.« FAZ
»Nach seiner “Hagener Trilogie” legt Frank Schulz nun einen fantastischen neuen Hamburg-Roman vor. (…) Nicht wirklich ein lupenreiner Krimi, dafür ein unglaubliches Sprachkunstwerk aus verschiedensten Sozio- und Dialekten, frei fabuliert, frech, komisch, sehr unterhaltsam und überraschend.« FAZ, Kulturkalender
»Den lustigsten Weltverweigerer und Versager hat natürlich Frank Schulz erfunden. (…) Aufs Unwahrscheinlichste wird dieser Leistungsablehner zu einem phantastischen Ermittler, und Schulz wirbelt ihn in seiner HamburgerLautmalsprache zwischen Arno Schmidt und Harry Rowohlts Flann-O’Brien-Deutsch einmal nach Mallorca und wieder zurück. Die Welt ist danach nicht mehr die gleiche.« Volker Weidermann, FAS
»Krimi, Posse und Wärmestube fürs Herz. (…) Es ist eher so, als sei der reale Bohlen nur ein lasches Abziehbild des fiktiven Nick Dolan. Nicht so schnoddrig, nicht so komisch, nicht so abgebrüht. (…) Mehr als alles andere nämlich ist dieser Roman ein Dokument des tiefen, von Galgenhumor getragenen Frank-Schulz-Zweifels an der Welt.« Literarische Welt
» Onno Viets und der Irre vom Kiez kommt im Gewand eines Detektivromans daher, doch eigentliche handelt es sich hier um eine furiose Hamburger Milieustudie – die in ihrer ganzen erzählerischen Pracht aber weit entfernt ist von der Piefigkeit des typischen Regionalkrimis.« stern
»Kotzflecken und Sonnenuntergänge – Schulz macht sich an jede Beobachtung mit dem gleichem Spürsinn für die tragikomischen Brüche. Das gilt umso mehr für seine Figuren, die an der Oberfläche oft grotesk überzeichnet sind, aber mit jeder Seite mehr Tiefgang gewinnen. (…) Aber es ist ja nicht die Handlung, es sind nicht einmal die Figuren, die den Roman vorantreiben. Es ist diese Konsequenz und Genauigkeit, mit der Schulz jeden seiner Gegenstände erforscht und ihr sprachliches Eigenleben entschlüsselt.« taz
»Mit dem absurden Krimi könnte Schulz sein großer Wurf gelingen. Hier bündelt er all die Stärken seiner vergangenen Romane: Das Zeichnen nerdiger Charaktere, sein Faible für Dialoge, die detailgetreue Situationskomik. Und die Sprachvirtuosität: In hochgradig verschachtelten Konditional-, Konsekutiv- und Sonstwiesätzen hält Schulz sich schon mal seitenlang mit der Abwesenheit von Eigenschweiß bei seinem Helden auf – und langweilt dabei keine Sekunde.« Zitty
»Frank Schulz legt seinen ersten Thriller vor, der das Genre auf einzigartig schulzsche Weise bedient, parodiert und reflektiert. (…) Ein klasse Krimi für alle, die neben Spannung, Situationskomik, liebevollen Milieu- und Figurenzeichnungen auch Sprachakrobatik und brillante Schilderungen zu schätzen wissen. Herausragend.« Tip
»Schulz ist längst ein Autor, der in einer eigenen Liga schreibt, stets ingeniös, unverklemmt, humorvoll und licht.« Titanic
»Ein Heimatroman voller Witz und Wahnsinn (…) Schulz schaut seinen Figuren aufs Maul. Die Dialoge sind wie im richtigen Leben: gute Gags, viel Quatsch und eine fette Prise Hamburger Zungenschlag.« Hamburger Morgenpost
» Onno Viets und der Irre vom Kiez ist figuren-, nicht handlungsgetrieben. Der Roman lebt von seinen bizarren Typen, er ist ein unterhaltender Fast-Krimi mit Hamburg-Gütesiegel, der gängige Genre-Regeln unterläuft.« Hamburger Abendblatt
»Dieser Roman ist eben nicht nur einer zum Lachen aus volle Kehle; er ist auch eine wahrhaftige Studie über Freundschaft und Gewalt, über das Scheitern und den Versuch, mit Würde zu scheitern.« NDR
»Endlich – der erste Kriminalroman von Frank Schulz. Und der Held ist genau das, worauf die deutsche Kriminalliteratur schon lange gewartet hat: Ein echter Schrat, der sich auf Terrain wagt, das deutsche Ermittler normalerweise nicht betreten. (…) Lustvoll schräg, sensationell komisch. (…) Aber die eigentliche Sensation ist die Sprache. Solche Sätze hat der deutsche Kriminalroman noch nicht gesehen.« WDR 2
»Der Arno Schmidt’sche Hang zur Onomatopoesie, zur Lautmalerei also, dieser gestochen scharfe, ja, übersteigerte Realismus, der fast surreal wirkt: Das kann eigentlich nur Frank Schulz sein. (…) Onno Viets ist Schulz in Hochform und voller Lautstärke. Alles wieder da: die Komik, die Sprachgewalt und Präzision, die Männerfantasien, der Kiez und die Kneipen. (…) Ein modernes Märchen, ein Spiel mit fantastischen und realistischen Figuren.« Rolling Stone
»Hinter dem schrillen Treiben auf der – elegant gegliederten – Handlungsbühne aber hat Schulz ein Buch geschrieben über Freundschaft und Verrat, ja sogar über stille Liebe. Das lässt Schulz auf so vielen Ebenen punkten, dass ihm die nationale Meisterschaft in diesem Jahr kaum noch zu nehmen sein wird.« Financial Times
»Der durchgeknallteste Krimi der Dekade.« MDR Figaro
Frank Schulz auf dem Blauen Sofa der Leipziger Buchmesse – im Gespräch mit Luzia Braun
Gründungsurkunde zur „Liga zur Beförderung der Lektüre Frank Schulz’scher Schriften in Mittel- und Süddeutschland“
Präambel
Die „Liga zur Beförderung der Lektüre Frank Schulz’scher Schriften in Mittel- und Süddeutschland“ verschreibt sich der Aufklärung der gesamten deutschsprachigen Bevölkerung Süd- und Mitteleuropas (insbesondere Süd- und Mitteldeutschlands) in allen dialektalen Ausprägungen hinsichtlich des Verständnisses Frank Schulz’scher Werke und hat sich zum Ziel gesetzt, auch diese Kulturräume der kathartischen Wirkung Frank Schulz’scher Schriften teilhaftig werden zu lassen.
Sie wehrt sich gegen regionalen und linguistischen Rassismus und tritt vor allem und energisch der fälschlicherweise verbreiteten Meinung entgegen, nur Norddeutsche könnten Frank Schulz’sche Schriften in vollem Ausmaß goutieren.
Satzung
§1 Die „Liga zur Beförderung der Lektüre Frank Schulz’scher Schriften in Mittel- und Süddeutschland“ tritt in Wort, Schrift und Tat für die Förderung der Lektüre Frank Schulz’scher Werke in geographischen Räumen südlich von Schleswig-Holstein ein
§2 Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos, aber dennoch exklusiv. Die Ausübung der Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich.
§ 3 Voraussetzung sind Geburt und/oder dauerhafter Aufenthalt in einem geographischen Gebiet südlich der Landesgrenzen Schleswig-Holsteins. Die Mitglieder sind bereit, ihren Geburts- bzw. gegenwärtigen Wohnort gegebenenfalls öffentlich bekannt zu geben.
Innerhalb der Landesgrenzen Schleswig Holsteins geborene und/oder wohnhafte Schulzisten, die sich um die Verbreitung seiner Schriften insbesondere in Mittel- und Süddeutschland verdient machen wollen (etwa in Form von Sprachlehrgängen u.ä.), können als Ehrenmitglieder in die Liga aufgenommen werden. Ehrenmitglieder werden behandelt wie normale Mitglieder und haben dieselbe Rechte und Pflichten.
§ 4 Die Taten der Liga dienen allein der Verbreitung der Lektüre Frank Schulzscher Werke, nicht der Selbstdarstellung der Mitglieder. Alle im gesetzlichen Rahmen bleibenden Mittel sind dazu erlaubt: vom werbenden Bericht über die jüngste eigene Frank-Schulz-Lektüre in privatem Kreis oder im öffentlichen Raum, der Verlesung Schulz’scher Werke, dem zeitlich begrenzten Ausleihen, aber besser noch Schenken, Schulz‘scher Werke, dem aktiven Anwerben neuer Frank-Schulz-Leser durch Anregung/Ausrichtung öffentlicher Veranstaltungen, dem Verfassen medientauglicher Beiträge über den Autor und sein Werk bis zur liebevoll-kritischen Berichterstattung und Lobpreisung – sei es durch Posaunen oder handschriftliche Briefe auf Büttenpapier u.a.
§ 5 Die Mitglieder werben unter ihren Bekannten weitere Mitglieder durch verbalen Hinweis auf die Existenz der „Liga zur Beförderung der Lektüre Frank Schulz’scher Schriften in Mittel- und Süddeutschland“ und/oder/auch durch Versenden der Satzung sowohl digital als auch auf dem Postweg.
§ 6 Zur vorläufigen Schriftführung bereit erklärt hat sich Jürgen Jonas von „Stammtisch Unser Huhn“ in Tübingen.
Sollte es weitere Bewerbungen um die Rolle des Schriftführers geben, bekommt derjenige den Zuschlag, der möglichst weit südlich wohnt (Nachweis des Wohnorts durch Pass oder ähnliche Dokumente obligatorisch).
§ 7 Die Mitglieder erklären sich bereit, verständnislosen, jedoch verständniswilligen südlich der Landesgrenzen Schleswig-Holsteins lebenden Mitbürgern Ausdrücke mit norddeutscher dialektaler Prägung (wie etwa. „njorp“, „zagen“ oder „nech“ usw.) nach bestem Wissen und Gewissen akustisch vorzuführen und ggf. inhaltlich zu erläutern. Bei möglich Unklarheiten oder Mehrdeutigkeiten erklären sich die anderen Mitglieder der „Liga zur Beförderung der Lektüre Frank Schulz’scher Schriften in Mittel- und Süddeutschland“ dazu bereit, erklärend, erläuternd und beratend – und im äußersten Notfall in Absprache mit dem Verfasser selbst – Klarheit zu schaffen.
§ 8 Irreführenden dahingehenden Äußerungen, Frank Schulz könne nur von Norddeutschen verstanden werden, treten die Mitglieder in Wort, Schrift oder Tat energisch entgegen.
§ 9 Die Mitglieder informieren sich gegenseitig und andere über private oder öffentliche Auftritte von Frank Schulz im mittel- und südeuropäischen Raum (insbesondere Mittel- und Süddeutschland) und versuchen, diese, sowie die körperliche Präsenz von dessen Büchern, ebendort zu befördern.
§ 10 Die Mitglieder versuchen auf Frank Schulz dahingehend Einfluss zu nehmen, dass in künftigen Werken vermehrt auch mittel- bzw. süddeutsche, schweizer oder österreicher Idiome und solche sonstiger deutscher Dialekte (Sieben Gemeinden, Banatschwaben, Siebenbürger Sachsen etc.) auftauchen. Ihr pro-schulzsches Wirken ist jedoch unabhängig von dessen Reaktion auf ihre Vorschläge.
Des Weiteren sind die Mitglieder der Lia bereit, von Frank Schulz tatsächlich verwendete mittel- und süddeutsche dialektale Ausdrücke zu erklären, sollten diese für Bewohner innerhalb oder nördlich der Landesgrenzen Schleswig-Holsteins un- und/oder missverständlich sein.
§ 11 Anträge auf weitere Ziele der Liga können dem Schriftführer in schriftlicher Form vorgetragen werden, in Ausnahmefällen auch in musikalischer Form oder als künstlerische Darbietung.
§ 12 Die Werbephase der Gründungsmitglieder erfolgt vor und während der Leipziger Buchmesse bis Samstagabend.
Die Liste der Gründungsmitglieder wird am Abend des Messesamstag vor der Lesung von Frank Schulz in der Moritzbastei verlesen.
Anmeldungen (mit Angabe des Geburts-/Wohnorts) als Gründungsmitglied (bzw. danach Messesamstag als einfaches Mitglied) erfolgen beim Schriftführer:
jw.jonas@unser-huhn.de
Mit einem dreifachen pro-schulzschen öff, öff
Die zur Gründung aufrufenden Gründungsmitglieder der Liga
Martina Bartalszky (Buchhändlerin, Wien)
Carsten Bichel (Ehrenmitglied, Altona)
Helge Binder (Buchhandlung Osiander, Tübingen)
Ulrich Blumenbach (Übersetzer, Basel)
Tobias Fauth (Manesse Verlag, München)
Sabine Fink-Gebhardt (Dozentin, Basel)
Thomas Fink (Dokumentarist, Basel)
Marcus Gärtner (Rowohlt Verlag, geboren in Südbaden)
Nina Gorgus (Museumsmitarbeiterin, Frankfurt am Main)
Frank Hertweck (Fernsehredakteur, geboren im Schwarzwald)
Wolfgang Hörner (Galiani Verlag, geboren in Öhringen/Hohenlohe)
Iren Isberner (Buchhändlerin, geboren in Dresden)
Ulrich Janßen (Philosoph, Tübingen)
Jürgen Jonas, (Stammtisch Unser Huhn, Nehren bei Tübingen)
Lisa Kaiser (Galiani Verlag, geboren in Frankfurt am Main)
Reinhard Kaiser (Übersetzer und Autor, Frankfurt am Main)
Tina Kemnitz (Sprecherzieherin, Berlin)
Moritz Kirschner (Kunstmann Verlag, München)
Esther Kormann (Galiani Verlag, Berlin)
Antje Kunstmann (Kunstmann Verlag, München)
Florian Ringwald (Galiani Verlag, geboren in Ludwigshafen)
Andreas Schaefler (Kunstmann Verlag, München)
Claudia Toelle (Buchhändlerin, München)
Stefan Wirges (Kiepenheuer & Witsch, Köln)





