Zapfenstreich

Band 4 der Tetralogie "Das Ende der Paraden"


Der letzte Band der großen Tetralogie Das Ende der Paraden.

Bewegungslos und unfähig, ein Wort zu sagen, liegt Mark Tietjens auf einer überdachten Krankenliege vor Groby Hall, dem Gutshaus der altehrwürdigen englischen Familie. Der Schlag hat ihn getroffen, als er am Tag des Waffenstillstands erfuhr, dass die Alliierten darauf verzichteten, nach Deutschland einzumarschieren, um den Feind endgültig zu besiegen.

Aber Frieden und Ruhe findet Mark auch auf dem Krankenbett nicht – die Frau seines Bruders Christopher will den Familiensitz an eine reiche und vulgäre Amerikanerin vermieten; und zwar nur, um ihn zu ärgern und die Familie zu demütigen. Seit Jahren schon führt sie einen erbitterten Ehekrieg gegen ihren Mann, der inzwischen verarmt ist und sich in die Arme einer Geliebten geflüchtet hat.

Den letzten und abschließenden Band seiner großen Tetralogie Das Ende der Paraden erzählt Ford aus der Perspektive des gelähmten Bruders, um den herum die Schlachten und Intrigen toben.

Einmal mehr gelang Ford mit seinem unverwechselbaren Stil ein atemberaubender Roman über einen Ehekrieg, der literarische Maßstäbe setzte. So wie die gesamte Tetralogie Maßstäbe setzte: neben Prousts Suche nach der verlorenen Zeit und Joyces Ulysses gilt sie als Markstein der europäischen Literaturgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts, als wegweisende literarische Auseinandersetzung mit den Zerstörungen des Ersten Weltkriegs – bis in persönliche Verhältnisse hinein.