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Roman


Droht uns der digitale GAU?

Wer die Daten hat, hat die Macht – ein packender Thriller, der die Möglichkeiten digitalen Datenmissbrauchs zu Ende denkt

Der international agierende Computerkonzern Toggle scannt in abgelegenen Lagerhallen Deutschlands Bücher ein. Nicht nur die bizarren Sicherheitsmaßnahmen und das hemdsärmelige Vorgehen des Konzerns befremden – vielen wird dessen weltweite Informationsmacht ohnehin suspekt: Als Inhaber der wichtigsten Suchmaschine im Netz kann die Firma faktisch bestimmen, was bei Computerrecherchen gefunden wird und was nicht.
Jetzt auch noch die Sache mit den Büchern! In Deutschland regt sich Widerstand. Deshalb ordnet die amerikanische Zentrale als PR-Maßnahme eine Tagung mit »kritischen Stimmen« renommierter Wissenschaftler auf Schloss Mellau an, einem 5-Sterne-Luxusresort nahe Garmisch-Partenkirchen. Die dauert allerdings nicht lange. Denn bald wird eine Teilnehmerin tot aufgefunden. Umstände ungeklärt.
Der neue Deutschlandchef von Toggle versucht, der Sache auf den Grund zu gehen. Seine Recherche führt ihn immer tiefer in die Strukturen seines eigenen Konzerns, in dem Idealisten, gewinnsüchtige Geschäftsmänner und von Regierungen bezahlte Undercoveragenten um Einfluss auf die beiden anarchisch-unberechenbaren Gründer und Mehrheitseigentümer ringen. Mehr noch, er erkennt, dass sowohl ein schwerreicher russischer Oligarch als auch ein unbekannter Dritter an die Dienste von Toggle und die ungeheuren Datenberge von deren Konkurrenzfirma Myface herankommen wollen, um die digitalen Schatten aller Nutzer weltweit für ihre Zwecke zu missbrauchen.



Pressestimmen

Lesenswert. Die meisten aktuellen Debatten sind von digitalen Themen bestimmt – man denke nur an die arabische Revolution oder die Occupy-Bewegung, selbst der Erfolg der Piraten-Partei in Berlin – das sind alles Internetthemen, und Toggle setzt genau dort an. rbb Kulturradio
Die Story ist ebenso spannend wie intelligent. (…) gewitzte Dialoge und ironische Beschreibungen, eine gelungene Parodie auf die täglichen Feuilletondebatten über die Gefahren, die von Google oder Facebook ausgehen. (…) Der Roman verblüfft nicht nur mit immer neuen Insider-Kenntnissen aus der Internetwelt. Er entfaltet einen Diskurs über das Fundament unserer westlichen Welt, über unser Selbstverständnis als mündige freie Bürger und über die Ideale der Aufklärung, die unseren Verfassungen zugrunde liegen. (…) Deshalb: Ein “richtiger” Thriller à la Dan Brown ist das nicht – und diese Prosa will auch nicht den Ingeborg-Bachmann-Preis gewinnen. Bereitwillig schießt diese politphilosophische Thriller-Parodie zuweilen mit ihren geistreichen Dialogkaskaden durch die Decke. Es ist die Freude an diesem Spiel, das Florian Felix Weyhs tollem Roman seine Komik verleiht, das ironische Jonglieren mit Ideen, das mehr Aufklärung bietet, als es ein Sachbuch könnte. Deutschlandradio Kultur
Intelligent und spannend – der Roman zu Google, Facebook und der Demokratie im Netz. Annabelle