Sakari lernt, durch Wände zu gehen

Ein Kimmo-Joentaa-Roman


Die Macht des Todes – die Kraft des Lebens.

Jan Costin Wagner ist der Meister des literarischen Kriminalromans – ein Buch von hypnotischer Intensität, das zugleich verstört und glücklich macht

Auf dem Marktplatz der finnischen Stadt Turku steigt ein junger Mann in einen Brunnen. Er ist nackt und offenbar verwirrt. Und er hat ein Messer bei sich.
Im Nachhinein kann sich niemand so recht erklären, warum einer der herbeigeeilten Polizisten ihn erschossen hat – vor allem nicht der Schütze selbst.

Er versucht, mehr über den jungen Menschen zu erfahren, dem er das Leben genommen hat, und wendet sich hilfesuchend an seinen Kollegen Kimmo Joentaa. Kimmo, inzwischen selbst alleinerziehender Vater einer Tochter, sucht die Eltern des Toten auf – und stößt auf Spuren einer Katastrophe, die nicht nur das Leben des Jungen aus dem Brunnen, sondern das zweier Familien tragisch und tiefgreifend verändert hat.

Kimmo Joentaa beginnt, die losen Fäden zu verknüpfen. Und er begreift, dass diese Ermittlung ihn vor allem mit der Frage konfrontiert, woran Menschen sich in unserer Welt festhalten können, wenn schlimmste Befürchtungen wahr werden.



Pressestimmen

Ungewöhnlich sind solcherart Sätze in einem Krimi, in dem es eigentlich ganz auf Spannung ankommt. Wer Jan Costin Wagners Schreiben vorher kannte, wird dieses Schwebende erwarten. Wer nicht, wird sich auf Seite 212 darauf eingestellt haben, wird es genießen als ganz besondere Qualität dieses Buches. Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland
(...) Das sind die Krimielemente in der traurigen Geschichte zweier Familien, ohne dass der Roman je in die Routine einer Ermittlung verfiele. Wagner hat den Wechsel der Stimmen sehr gekonnt inszeniert. Peter Körte, FAZ
Seit zwölf Jahren lässt Jan Costin Wagner Kimmo, seinen Kommissar, den wir Kimmo nennen dürfen, weil wir kaum einen mehr mögen, kaum einem vertrauter sind, durch die seltsamsten und die schönsten skandinavischen Kriminalromane treiben.(...) Vielleicht hat Jan Costin Wagner die Sätze so rundgeschliffen, so schön poliert, wie sie dastehen, dass man sie überall hinschreiben möchte. (...) Wagner hat es zu einer stupenden Virtuosität gebracht, durch die unsichtbaren Wände der Sprache ins Innere seiner Figuren zu gehen. Elmar Krekeler, Die Welt
Jan Costin Wagner hat eine klare, manchmal fast nüchterne Sprache, doch er schreibt ungeheuer feinfühlig und warmherzig. (...) Wagner schreibt einfach schön. Einige Sätze sind wie Perlen, die man sich immer wieder ansehen will. Ich habe mich in dem Buch wohlgefühlt, trotz der menschlichen Dramen, die dort beschrieben werden. Weil das Buch Wärme ausstrahlt. (...) Ein Krimi, und doch kein Krimi. Ein Drama, eine Tragödie, eine überaus menschliche Geschichte. Karin Trappe, hr info