Sakari lernt, durch Wände zu gehen

Ein Kimmo-Joentaa-Roman


Die Macht des Todes – die Kraft des Lebens.

Jan Costin Wagner ist der Meister des literarischen Kriminalromans – ein Buch von hypnotischer Intensität, das zugleich verstört und glücklich macht

Auf dem Marktplatz der finnischen Stadt Turku steigt ein junger Mann in einen Brunnen. Er ist nackt und offenbar verwirrt. Und er hat ein Messer bei sich.
Im Nachhinein kann sich niemand so recht erklären, warum einer der herbeigeeilten Polizisten ihn erschossen hat – vor allem nicht der Schütze selbst.

Er versucht, mehr über den jungen Menschen zu erfahren, dem er das Leben genommen hat, und wendet sich hilfesuchend an seinen Kollegen Kimmo Joentaa. Kimmo, inzwischen selbst alleinerziehender Vater einer Tochter, sucht die Eltern des Toten auf – und stößt auf Spuren einer Katastrophe, die nicht nur das Leben des Jungen aus dem Brunnen, sondern das zweier Familien tragisch und tiefgreifend verändert hat.

Kimmo Joentaa beginnt, die losen Fäden zu verknüpfen. Und er begreift, dass diese Ermittlung ihn vor allem mit der Frage konfrontiert, woran Menschen sich in unserer Welt festhalten können, wenn schlimmste Befürchtungen wahr werden.



Pressestimmen

Jan Costin Wagner hat eine klare, manchmal fast nüchterne Sprache, doch er schreibt ungeheuer feinfühlig und warmherzig. (...) Wagner schreibt einfach schön. Einige Sätze sind wie Perlen, die man sich immer wieder ansehen will. Ich habe mich in dem Buch wohlgefühlt, trotz der menschlichen Dramen, die dort beschrieben werden. Weil das Buch Wärme ausstrahlt. (...) Ein Krimi, und doch kein Krimi. Ein Drama, eine Tragödie, eine überaus menschliche Geschichte. Karin Trappe, hr info
Der mehrfach ausgezeichnete Krimi-Autor Wagner erzählt seine Geschichte von Liebe, Einsamkeit und Sehnsucht in einer ruhigen Tonart, also jenseits aller genreüblichen Aufgeregtheiten, und dabei durchaus mit jener zarten Poesie und menschlichen Anteilnahme, die berührt. Die leise, geschliffene Form der Spannung nimmt den Leser sofort gefangen. Mit diesem Roman hat Jan Costin Wagner, man kann das so sagen: ein lakonisches Meisterwerk geschaffen. Volker Albers, Hamburger Abendblatt
Jan Costin Wagners neues Werk ist von einer betörenden Schönheit, die sich weit über alle Genre-Grenzen erhebt. Angela Widmann, Brigitte
Ist das noch Krimi oder ist das schon Roman? Jan Costin Wagners Geschichten sind so fein beobachtet und so gefühlvoll, dass man sie gar nicht kategorisieren will. Wahnsinnig traurig und trotzdem machen sie glücklich. Daran ist vor allem Kimmo Joentaa schuld, sein Held, der so liebenswert ist, dass man ihn sofort tief ins Herz schließt! Wer die Kimmo-Joentaa-Reihe nicht kennt, wird sich vielleicht am Anfang etwas wundern, aber früher oder später kann man nicht mehr aufhören zu lesen in diesen überaus feinfühligen, warmherzigen Geschichten. Ich bin großer Fan! Jörg Petzold, FluxFM
Sakari lernt, durch Wände zu gehen ist kaum noch ein Krimi (auch die Vorgänger waren das nicht), vielmehr ein schmaler Roman über den Verlust, Schmerz, das Weiterleben, manchmal an sehr dünnem Rettungsfaden. (...) Aber Jan Costin Wagner klebt seinem dunklen Roman kein Happy End an. Sondern erzählt von einem fragilen Moment des Glücks, der Kimmo Joentaa zu verdanken ist. Der, wenn seine in der Sommersonne leuchtende und lachende Tochter Sanna ins Wasser des Sees springt, immer nur darauf wartet, dass sie wieder auftaucht. Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau
Der Autor Jan Costin Wagner ist ein Meister der Melancholie. (...) Sakari lernt, durch Wände zu gehen von Jan Costin Wagner ist ein literarischer Kriminalroman. (...) Ein Kriminalroman, der noch lange nachwirkt. 3sat Kulturzeit
Die dramatische Wucht und existenzielle Schwere (...) werden leise und lakonisch erzählt: Das innere Drama der Figuren präsentiert sich nicht in großen und lauten Sprachgesten, sondern findet eher zwischen den Zeilen statt. (...) Leise und lakonisch: Mit diesen Attributen lässt sich auch Wagners Hauptfigur beschreiben, Kimmo Joentaa. Der früh verwitwete Kommissar ist der große Melancholiker unter den Ermittlern der zeitgenössischen internationalen Kriminalliteratur. Thomas Plaul, SR 2 Kulturradio
Jan Costin Wagners neues Werk ist von einer betörenden Schönheit, die sich weit über alle Genre-Grenzen erhebt. 5/5. Brigitte
Ein Krimi, der garantiert auch Leuten gefällt, die sonst nicht unbedingt auf Krimis stehen. Gesa Ufer, radioeins
Seit zwölf Jahren lässt Jan Costin Wagner Kimmo, seinen Kommissar, den wir Kimmo nennen dürfen, weil wir kaum einen mehr mögen, kaum einem vertrauter sind, durch die seltsamsten und die schönsten skandinavischen Kriminalromane treiben.(...) Vielleicht hat Jan Costin Wagner die Sätze so rundgeschliffen, so schön poliert, wie sie dastehen, dass man sie überall hinschreiben möchte. (...) Wagner hat es zu einer stupenden Virtuosität gebracht, durch die unsichtbaren Wände der Sprache ins Innere seiner Figuren zu gehen. Elmar Krekeler, Die Welt
Allein wie unspektakulär Jan Costin Wagner die Trauer beschreibt, ist meisterhaft. (...) Wagner ist ein wahnsinnig guter Stilist, sein Mittel ist die Lakonie, seine große Stärke kurze Sätze, die den Tröster Kimmo und seine Fälle ganz ökonomisch beschreiben, Wagner benutzt Wörter in homöopathischen Dosen. (...) Es gibt viele anrührende Szenen in den Romanen Wagners, ohne dass es jemals pathetisch wird, es sind besonders die Leerstellen, die dem Leser viel Raum geben und die traurige Grundstimmung befördern. (...)Wagner hat seinen ganz eigenen leisen Sound, ganz edel. Stefan Maelck, MDR Kultur
Wagner beschreibt alles in einer kristallklaren Prosa, die nichts forcieren muss, sondern oft wie ein melancholisches Saxofonsolo klingt. (...) Und wenn am Ende nach all den Schicksalsschlägen aus verkohlten Trümmern doch etwas Neues entsteht, sind Tragik und Trost unnachahmlich verbunden. Hartmut Wilmes, Kölnische Rundschau
Ungewöhnlich sind solcherart Sätze in einem Krimi, in dem es eigentlich ganz auf Spannung ankommt. Wer Jan Costin Wagners Schreiben vorher kannte, wird dieses Schwebende erwarten. Wer nicht, wird sich auf Seite 212 darauf eingestellt haben, wird es genießen als ganz besondere Qualität dieses Buches. Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland
(...) Das sind die Krimielemente in der traurigen Geschichte zweier Familien, ohne dass der Roman je in die Routine einer Ermittlung verfiele. Wagner hat den Wechsel der Stimmen sehr gekonnt inszeniert. Peter Körte, FAZ
Jan Costin Wagner ist der Poet unter den deutschen Krimiautoren. (…) Lakonische Sätze, oft nur kurze aneinandergereihte Hauptsätze, Impressionen, Momentaufnahmen, die wie in einem Film abgespult werden. Manchmal scheint es sogar so, als ob die Kamera auf Zeitlupe gestellt wäre. Auch in dieser Form kann Spannung aufgebaut werden. dpa
Das beste Buch, das Jan Costin Wagner bisher geschrieben hat: eine klare Nummer eins. Kolja Mensing, Deutschlandfunk Kultur