Der Geist am Berg


Eine Liebe, ungestüm wie ein Gewitter im Gebirge

Hoch oben in den Bergen, auf der steinernen Alp, lebt Stine mit ihrer Mutter und dem Knecht Severin. Stine hasst das Tal, niemals will sie weg von der Alp, sie liebt es, mit dem Schatten um die Wette zu laufen, der am Abend über den Grat kriecht. Doch der Berg zerfällt, Geröll hat die Wiesen bedeckt. Immer wieder werden Ziegen von Steinen erschlagen.
Als das Geld allzu knapp wird, tritt sie einen Job in der Bar des nahen Grandhotels an. Dort trifft sie Bruno, den sie mit ihrem rauen Gesang und ihrer Wildheit verzaubert. Als Bruno zurück zu seiner Verlobten nach Genf fährt, besteigt Stine zum ersten Mal in ihrem Leben den Bus in die Stadt.
Auf der Suche nach Bruno muss Stine lernen, sich in der Gegenwart der Hotelbars und der Großstadt zurechtzu finden. Was dann geschieht, ist ein Ausbruch aus ihrem Leben, das in der Zeit stehen geblieben ist, und ein Ausbruch von Gefühlen, die Stine bisher vollkommen fremd waren. Sie kämpft um ihre Liebe mit den Mitteln, die sie kennt, und zahlt einen bitteren Preis.

Tim Krohns Bergnovelle erzählt die atmosphärische Geschichte einer wilden jungen Frau, in einer Sprache, die so klar und rau ist wie der Berg, auf dem die Stine lebt. Einfühlsam und drastisch zugleich zeichnet er eine Bergwelt, die in der Vergangenheit zu liegen scheint und über die doch ab und zu der Hubschrauber des Hotels hinwegfegt.



Pressestimmen

Ja, das ist Kunst! Die Zeit
Tim Krohn vitalisiert und modernisiert die alten Schweizer Mythen […] auch die Illustrationen sind modern und haben nichts Altertümliches. Literaturclub im SF1
Tim Krohn ist ein glänzender Erzähler Tages-Anzeiger
Dank ihres wohldosierten Sprachwitzes wird diese knapp 70-seitige Alpensaga zu einer raffiniert angelegten Fallstudie über das angestaubte Gegensatzpaar Natur und Zivilisation, es wird zu einer rasanten Berg- und Talfahrt zwischen den großen Gefühlen – jenseits aller Klischees. Deutschlandradio Kultur