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Ferdinando Coelestinus Galiani

Ferdinando Coelestinus Galiani wurde 1728 in Chieti/Abruzzen geboren und starb 1787 in Neapel. Von 1759 bis 69 war er in diplomatischen Diensten in Paris, danach, hochdekoriert und kreuzunglücklich, in Neapel. Er veröffentlichte zu Lebzeiten u.a. einen Nachruf auf einen neapolitanischen Henker, den nationalökonomischen Klassiker Über das Geld, seine bisweilen Machiavellis Fürst gleichgestellten Dialoge sowie diverse Satiren, Opern und gelehrte Abhandlungen.

Termine

Veröffentlichungen bei Galiani

Stimmen von Zeitgenossen und späteren Lesern

»Als hätten sich Plato und Molière zusammengetan.«
Voltaire

»Eines der besten, lehrreichsten, und zugleich witzigsten und unterhaltsamsten Bücher, das seit hundert Jahren zum Vorschein gekommen ist.«
Christoph Martin Wieland über Dialoge über den Getreidehandel

»Ein Mann von sehr viel Geist. Er hatte ein ausgesprochenes Talent, allem, auch dem Ernsthaftesten, eine komische Färbung zu geben.«
Giacomo Casanova

»Er ist ein Platon mit dem Feuer und den Gebärden eines Harlekins.«
Melchior Grimm

»Dieses kleine, am Fuß des Vesuvs geborene Wesen, ist ein wahres Phänomen. Er verbindet mit einem klaren, durchdringenden Blick ein umfassendes, gründliches Wissen, mit dem Scharfsinn des Genies die Heiterkeit und Lustigkeit eines Menschen, der nur amüsieren und gefallen will. Er ist ein Platon mit dem Feuer und den Gebärden eines Harlekin.«
Melchior Grimm

»Ein glanzvoller Spötter, in dem ein Staatsmann steckte, mit dem Leib eines Harlekins, auf dem ein Platokopf saß.«
»Dieser kleine bucklige, dessen Augen bald melancholisch träumen, bald voll übermut leuchten, hat keine Illusion über sich und andere. … Er kann über alles sprechen … haßt das Pompöse und den Fanatismus…«
Wilhelm Weigand

»Galiani. Das ist ein Mann nach meinem Geschmack.«
»Die feinsten Köpfe des vorigen Jahrhunderts, Hume und Galiani, alle mit Staatsdiensten vertraut. Ebenso Stendhal und Tocqueville.«
Friedrich Nietzsche

»In der Politik waren Galianis Ideen nicht weniger originell und nicht weniger verschieden von denen fast aller Philosophen des 18. Jahrhunderts. Er glaibte nicht wie sie an den Fortschritt und an den Sieg der Vernunft; im Gegenteil, er rechnete stark auf den Triumpf der Narreteien und der Dummheit.«
Charles-Augustin Sainte-Beuve

»Er hatte große, erhabene, edle Gedanken, eines Vico, wenn nicht gar eines Plato würdig, würdig des alten Griechentums, und plötzlich wurden diese Ideen von Witzen, Wortspielen und Scherzen, oft von den allerschlechtesten, umgestülpt. ›So bin ich eben‹, sagte er freundlich, ›zwei verschiedene Menschen in einem zusammengeknetet, die aber noch immer nicht ganz so viel Platz einnehmen, wie ein einziger.«
Sainte-Beuve

»Man sagt mir, er habe sehr viel Geist und Witz.«
Ludwig XV.

»In Frankreich besitzen wir Geist nur in kleiner Münze, in Italien dagegen hat man ihn barrenweise.«
Herzogin von Choiseul

»Ebenso galant und zärtlich wie Ovid und Chaulieu, haben ihn die Schönen noch mehr beschäftigt als die Musen, und seine Sinne gelten so lebhaft wie sein Geist.«
Graf Hartwig

»Er war kleinwüchsig, mit geschliffenen Manieren, schlagfertig und lebhaft. Allerdings verführte ihn sein Hang, nie ein geistreiches Bonmot auszulassen, mitunter zu rüder Anzüglichkeit, was ihm viele Feinde eintrug.«
Baron Custodi

»Abbé Galiani behauptet, es gäbe dreierlei Raisonnements, oder viel Résonnements: Raisonnements von Hohltöpfen, das sind die häufigsten; Raisonnements von Glocken wie die von Jaques-Bénigne Bossuet, Bischoff von Meaux, oder von J.-J. Rousseau; schließlich die Raisonnements von Männern wie die von Voltaire, Buffon, Diderot …«
(Raisonnements: Urteile; Résonnements: Widerhalle) Aus Melchior Grimms »Literarischer Korrespondenz«

Bonusmaterial

Andere über Galiani

Zitate Galianis über…

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